⛴️ 🇦🇷 🇫🇰 23.-30.10.25: Ushuaia, Falklandinseln, Right Way Bay
- Charlotte Tina

- 11. Nov.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Nov.
Donnerstag, 23.10.
Der Flieger startete bei 30° und kam 3,5h später bei 2° in Ushuaia an.
Per Shuttle ging es 6Km bergauf zu einem Hotel, das direkt am Hang klebte mit großartiger Aussicht. Die Übernachtung gehörte schon zum Gesamtpaket, ich hätte mir das niemals selbst ausgesucht.
Es war nicht wirklich schön, kalt und abweisend eher, aber mal interessant und der kleine Infinitypool war toll für 15 Minuten.
Marti, Jo und ich hatten gleich ein Dreibettzimmer wie auf dem Schiff.
Mit Marti nahm ich nachmittags den Shuttle ins Zentrum und wir aßen bei Freddy‘s King Crab.
Absolut köstlich.
Freitag, 24.10.
Jo, meine zweite Kabinengenossin, war auch schon um 5:00 wach, gemeinsam schlichen wir uns aus dem Zimmer und hoch auf das Dach, um den Sonnenaufgang zu sehen.
Wir hatten Glück und sahen die Sea Spirit einlaufen und anlegen.
Um 10:00, nach einem guten Frühstück, machten Jo und ich uns zu Fuß auf den Weg den Berg hinunter über Stock und Stein.
Wir aßen schlecht aber teuer, tranken 2x Kaffee, es gab aus dem Nichts einen kleinen Schneesturm, der abrupt wieder endete, dann konnten wir endlich zum Treffpunkt und aufs Schiff.
Das Expeditionsteam hatte immerhin vier vertraute Gesichter zu bieten von der Svalbard-Fahrt, die tolle Hotelcrew, von den Philippinen, war fast komplett die gleiche.
Samstag, 25.10.
Hier ein Beispiel für den täglich aushängenden Plan:
Ein Seetag, der mit Terminen vollgestopft war.
Es ging um die Einreisegenehmigung für Südgeorgien, Bio-Sicherheit, Verhalten rund um die Zodiacfahrten, die Falklandinseln, erlaubtes Verhalten auf den Inseln.
Das meiste hatte ich ja erst im Juni in der Arktis gehört, also war es etwas langweilig.
Sonntag, 26.10.
Zuerst versuchten wir unser Glück bei starkem Wind und recht hohen Wellen am Saunders Neck, aber die Verhältnisse waren nicht so, dass wir mit den Zodiacs hätten fahren können.
Also beschlossen unser Expeditionsleiter Aaron (übrigens Geologe aus Berlin Neukölln) und der Kapitän, es auf Keppel Island zu versuchen.
Auf dem Weg wurden wir begleitet von kleinen Delphinen, die wie mini Orcas aussehen mit ihren ca. 1,5m.
Dort waren die Bedingungen weitaus besser, wir landeten an und liefen 1,8Km zu einer Vogelkolonie.
Auf dem Weg trafen wir auf einen verirrten Königspinguin, Albatrosse, Kormorane und Magellanpinguine, die ganz klein sind, total verspielt und sehr niedlich.
Sie surften in den glasklaren Wellen.
Zurück an Bord gab es die tägliche Aussicht auf den Folgetag und eine Rekapitulation des aktuell Erlebten.
Montag, 27.10.
Morgens erreichten wir Stanley, Hauptstadt der Falkland Inseln.
Zuerst gab es das Angebot eines Ausflugs mit einem Bus nach Gypsy Cove, einer Erhebung an einem Traumstrand. Dort sollte es Magellanpinguine geben, war aber nicht so.
Man sollte die Wege dort nicht verlassen-es gibt immer noch Landminen von 1982.
Zudem grassiert die Vogelgrippe, es wurde gewarnt, eventuell herumliegenden Kadavern zu nahe zu kommen.
Der Bus brachte uns dann in das Städtchen, wir schwärmten aus. Es ist ein sehr überschaubarer Ort, das Schwärmen war flott erledigt. Ein Abstecher ins Museum und in einen Souvemirshop, dann liefen wir zurück zum Pier.
Meine Highlights waren natürlich die zwei Supermärkte, weil es viele englische Produkte gab.
Am Abend legten wir ab und fuhren direkt in raue See, so wie vorhergesagt ist es wohl meist auf diesem Teil des Atlantiks.
Einige schöne Bilder sind von meiner Kabinenmitbewohnerin Jo. Wir haben uns immer wieder Fotos geschickt und deshalb sind ihre zwischen meinen gelandet, Dankeschön dafür!
Dienstag, 28.10.
Drei Seetage lagen vor uns, das ist immer etwas langweilig.
Es gab die Bio-Einweisung. Auf Südgeorgien darf man sich nicht setzen, hinknien, bücken, etwas hinterlassen,…
Man muss mindestens 5m Abstand halten zu allen Tiervölkern, zu gnatzigen Walrössern eher 15-20m, die haben enorm viel Schwungmasse.
Später fand erneut eine Bio Reinigung aller äußeren Kleidungsschichten und Muck-Boots statt.
Ich habe mich auf dieser Reise das erste Mal so richtig geärgert, dass ich keine Fotos von weiter entfernten Tieren habe machen können, insbesondere von den Flamingos 🦩
Nach zwei Tagen Recherche, Preisvergleichen und unter Berücksichtigung meiner Ansprüche (sehr guter großer Zoom und wenig Gewicht, möglichst kleines Gehäuse), entschied ich mich für die Nikon Coolpix p950, eine Bridgekamera.
Die gibt es schon nicht mehr, ich fand online aber ein Einzelstück, stark reduziert und die kaufte ich.
Neu war sie 100€ günstiger als gebraucht.
An Deck war es immer mal wieder sonnig, aber auch sehr windig. Immer wieder sahen wir größere und kleine Eisberge.
Mittwoch, 29.10.
Bei meinem Gemüt bricht schnell der Schiffskoller aus. Zum Frühstück gab es nur etwas Obst, dann schlief ich noch mal, weil mein Hals kratzte und ich mich einfach nur schlapp fühlte.
Das Schiff hat auf Deck vier einen umlaufenden Gang von 180m. Ich scherte von der Bar aus ein und versuchte, ebenfalls Schritte zu machen.
Das ging zeitweise zu wie auf der Autobahn.
Interessant war, dass die Stimmung an Bord ganz anders war als bei der Arktis-Reise.
Viel verhaltener, weniger Lachen, keiner mochte spielen, das Expeditionsteam war noch nicht so gut aufeinander eingestimmt.
Donnerstag, 30.10.
Um 4:20 schepperte der Wecker, zu dieser Zeit sollten wir am treibenden Eis-Land ankommen.
Wir sichteten aber erst um 5:00 A23a, den aktuell größten Eiswürfel der Welt, mit einer Fläche von rund 4.000qkm größer als Mallorca; allerdings nicht mehr lange. Es beginnen nun große Brocken abzubrechen.
Gegen 16:00 kamen wir bei South Georgia an und ankerten in Cairns Cove/Right Whale Bay.
Das Scouting-Team war flugs unterwegs zur Sichtung und dann wurden wir an Land chauffiert.
Das war irre.
Überall Königspinguine, eine große Kolonie, dazu Seelöwen und Robben, Vögel, Wind, Geschnatter und das seltsame Sonargeräussch, das diese Pinguinart macht.
An solch einem Ort war ich noch nie und entsprechend sprachlos stand ich einfach immer wieder nur und schaute auf meine Umgebung.
Die einjährigen Königspinguine in der Mauser haben einen braunen, wolligen Mantel an.
James Cook dachte bei seiner Anlandung 1775, dies wäre eine andere Pinguinart und nannte sie Wollpinguine.
Wunderschön.
To be continued…














































































































































































































































































































































































Beeindruckend, unter welchen unwirtlichen Bedingungen Lebewesen überleben und ihr Dasein verbringen.
Ist die Verköstigung an Bord so gut wie sie aussieht?