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Aktualisiert: 13. Apr. 2023

Am Samstag also fuhr ich früh mit dem Wassertaxi nach Picton, karrte mein Gepäck zum Atlantis Backpacker Hostel und checkte ein. Das Dwellington in Wellington war ja schön und sauber, dieses Hostel war gruselig und wirklich unappetitlich dreckig. Immerhin lebten auch drei oder vier Miezen dort, die alle schon recht betagt oder versehrt waren.

Ich flüchtete nach draußen, aß mäßig gut bei einem Thai, schlenderte durch den Ort, kaufte ein neues T-Shirt (wieso saue ich mich nur immer mit Fettflecken ein???).

Schließlich schmerzte mein Rücken so sehr, dass ich zurück ging. Es wurde richtig schlimm, laufen ging nicht mehr, ich wäre nicht auf das obere Stockbett gekommen und weil es immer wieder kurze Hexenschüsse waren, lag ich irgendwann auf dem ekligen Boden. Die Besitzerin, Shiree, ist eine wahrlich gute Seele. Sie gab mir Ihr privates Schlafzimmer. Ich war einerseits sehr dankbar, andererseits war das so dreckig, dass es nicht gut zu ertragen war. Ich kramte meinen Seiden-/Inlayschlafsack raus als Barriere. Vorher hatte Jade, eine smarte Frau aus Queenstown, bei mir Druckpunkte bearbeitet und damit zumindest einige Verspannungen gelöst. Mit Christian, der aus Halle kommt, saßen wir und erzählten. War schön, zwischendurch auch mal wieder Deutsch zu sprechen.


Am Sonntag waren wir um 6:45 an der Fähre zurück auf die Nordinsel, Christian fuhr ebenfalls damit und erzählte von Erlebnissen seiner bislang vier Monate dauernden Reise durch die Länder Südostasiens. Während der Überfahrt sahen wir zwei Mal Delphine-so schön!

In Wellington fuhr ich ihn noch zum Flughafen, nachdem ich bei der Fährgesellschaft geklärt hatte, dass ich etwa 350$ zurück bekomme für die nicht genutzten Autotickets und bei Europcar, wo ich ja unbedingt hin sollte, völlig verständnislos angesehen wurde. Wäre doch alles klar?! Ha ha. Ja.

Durch den sehr dichten Osterverkehr ging es für mich zum Mairenui Rural Retreat, einfach einem alten Haus, das ziemlich allein im Nirgendwo steht.

Am schönsten fand ich die umlaufende Veranda und den Ofen. Und die vielen antiken (unbequemen) Möbel.

Keine Ahnung, weshalb sie das so lautmalerisch benennen als Retreat. 55€. Charmante Unterkunft. Ich grillte mir Lamm und dazu gab es Tomatensalat mit Mais vom Kolben.

Abends machte ich mir ein Feuer, draußen war es kalt und regnerisch, das war schon nett. Auch, wenn ich ein ziemlicher Schisser bin, so allein in dem großen alten Haus 🫣


Am Ostermontag frühstückte ich mit den Gastgebern in deren Haus, Sue und David. Die beiden sind viel gereist und haben, alles zusammen gerechnet, sechs Jahre in Europa verbracht. Ich fuhr ab und von vorne rechts war ein lautes, unschönes, schleifendes Geräusch zu hören. Ich guckte, kein Ast, kein Kiesel, nichts zu sehen. Hm. Ich fuhr 10Km zur nächsten Tanke, schüttete eine Kanne Wasser drüber, immer noch. In dieser Situation ohne Telefon am Feiertag, doof! Der Tankwart versuchte, den neuseeländischen Automobilclub zu erreichen, klappte nicht. Keine Werkstatt auf. Beim ADAC meldete ich es schließlich online. Nach einer Stunde kam eine Mail, sie könnten mir in Neuseeland nicht helfen.

Ich fuhr weiter, was sonst. Es schabte und rumpelte, und nach 30Km etwa hörte es einfach auf. Sich selbst lösende Probleme sind mir die liebsten.

Ich fuhr durch eine ganz skurrile Landschaft, es sah aus wie eine Wüste aus Gräsern. Ein riesiges Arreal. Die Straße, ich habe geschaut, heißt denn auch Desert Road.

Mein Tagesziel war der Lake Taupo, ebenfalls riesig.

Ich war total ausgehungert und nahm einen Fish&Chips Laden ins Visier. Da bestellte ich Snapper und zwei Scallops, also Jakobsmuscheln, weil die nur 2,90$ kosteten und ich neugierig war. Hätte ich gewusst, was ich bekommen würde, ich hätte zehn bestellt! So lecker. Groß und einfach perfekt in der Konsistenz. Das verzehrte ich genüsslich am Seeufer, neidisch beäugt von diversen Vögeln.

Die anderen Leute bestellen immer Pommes dazu, das ist dann eine riesige Portion und so viel Fett! Ich finde den Fisch völlig ausreichend und gnabbel die Panade ab, soweit möglich. In Taupo selbst nahm ich Quartier in einem Motel, spazierte am Ufer entlang und genoss abends einen Salat aus roter Bete, Avocado, Tomaten und Schafskäse. Dazu rote Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft. Schlicht und gut.


Hier sind übrigens in allen Supermärkten die Eier ausverkauft 🐰🐣


Dienstag. Begann mit Regen, wurde aber, typisch, strahlend sonnig schön mittags. Zum Frühstück gab es eine sehr gute, cremig gefüllte Hähnchen-Pilz Pie, die sich zu meinem Liebling mausert. Wie Ragout Fin im Blätterteigteilchen, nur besser. Frische Pies gibt es bei den Bäckereien am Wegesrand. Keine abgepackten kaufen, sondern die frischen, losen😋

Vor Rotoura bog ich zu Wai-O-Tapu ab, einem Geothermie-Park.

Ich wollte meinen ersten Geysir sehen. Sah ich, war aber seltsam enttäuschend. Natürlich, also ohne Hilfsmittel, spuckt der kleine Geysir nur alle 2-3 Tage, hier wird mit einer Portion Waschpulver täglich um 10:15 nachgeholfen, welches die Eruption auslöst. Die dann 1-2min kurz ist und albernerweise Seifenblasen produziert. Wie gesagt, seltsam.

Dann lief ich zwei der drei möglichen Wege durch den Park, Diclo brachte mich wieder zum Ausgangspunkt.

Es war schon eine interessante neue Erfahrung, es aus der Erde dampfen zu sehen, kochende Schlammmassen in Kratern blubbern zu hören,

gelb-grüne Seen zu betrachten (PH-Wert 2, Temperatur, 14 Grad), vom Schwefel gelb gesprenkelte Felsen zu umwandern, köchelnde Terrassen auf einen Steg zu überqueren. Aber es packt mich thematisch nicht, Dörthe möge mir (sie ist Geologin) verzeihen.

Kein Wunder, dass Sulphur immer wieder in der Literatur auftaucht, ich musste auch unweigerlich an die Hölle denken und den Höllen-Schlund. Der Gestank, die großen Schwaden, die einen dort umwehten, bewirkte bei mir eine gewisse Übelkeit🤢

Ich zockelte weiter, machte Abstecher auf Seitenstraßen und landete schließlich wieder am Pazifik. Der Tasman Holiday Park ist nicht schön (ein Bett in einem Container mit großer Glastür ohne WC oder Wasser, ist aber okay), aber mit 57€ billig und ich muss mehr gucken, das Geld rinnt mir wegen dieser Übernachtungspreise durch die Finger. Aber so etwas Gruseliges wie das Hostel in Picton will ich keinesfalls noch mal erleben. Schauder. Der große Vorteil: der Park liegt direkt am Ozean und der Strand hier ist lang, schön, sauber und eher leer.

Ich ging zu einer Apotheke wegen der Wunde an meinem Fuß und bekam eine Salbe, die alle Bakterien killen sollte.

Ich buchte endlich eine Unterkunft auf Fidschi und die erste Nacht in Tokio.

Die folgende Nacht war entsetzlich. Abgesehen von einem noch weicheren Bett als sonst schon hatte ich Schmerzen im ganzen Körper, insbesondere im Fuß und dem Bein, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot.


Am Mittwoch war mir morgens schnell klar, dass ich so nicht weiter konnte, es ging mir richtig elend. Ich fuhr zu einem Accident&Medical Center, das auch Touristen behandelt. Eine Art Notaufnahme ohne Krankenhaus. Um 8:30 wurden mir erst mal 150NZ$ abgebucht, dann sollte ich im Wagen warten. Warum, weiß ich nicht.

Ich war so fertig, dass ich drei Stunden in dem furchtbar unbequemen Auto schlief. Insgesamt hat die Nummer 4,5h gedauert. Der Arzt guckte sich die Wunde an, meinte, das wäre ja eine hässliche eitrige Entzündung und verschrieb mit ein Antibiotikum.

Das holte ich und schluckte gleich die erste Kapsel und dann musste ich die 130Km zur nächsten Unterkunft fahren. Das hätte ich nicht tun sollen, ich war nicht wirklich fahrfähig. Aber ich hatte Glück, bin heil angekommen, hab nur mein Handy und die Tabletten mit rein genommen, mich ins Bett gelegt und sofort 15h fast durchgeschlafen. Da war ich bei Kapsel Nummer drei und es ging schon etwas besser, aber nicht gut. Also habe ich eine Unterkunft nur 3Km entfernt gebucht für zwei Nächte und werde mich ausruhen.




 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 8. Apr. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Apr. 2023

Am Donnerstag (noch Tag 29) war ich die einzige, die sich angemeldet hatte für das Observatorium, so hatte ich die je zweifache Master Abschluss Expertin für Zoologie und Meeresbiologie für mich und es war suuuuper interessant. Ich habe sie Löcher in den Bauch gefragt. Sie hat nach ihrem Studium das Aquarium in Kaikoura gekauft, das beim Erdbeben zerstört wurde. Da sie erst ein halbes Jahr dabei war, hat die Versicherung nichts gezahlt. Übel.

Das Observatorium selbst.....na ja, ich überlege erfolglos, wo ich schon mal in so einem Schiffsrumpf war, aber das ist hier eher bescheiden in der Ausführung. Trotzdem interessant.

Dieser kleine Kerl, der Riffseestern (der orangefarbene Seestern), hat unglaubliche Fähigkeiten: er kann sich selbst in der Mitte zerreißen und wächst dann wieder zu zwei Individuen, ein abgerissener Arm wird einfach regeneriert. Er nimmt eine Muschel in seine Mitte, umschließt und knackt sie, dann saugt er sie aus. Den Magen, der mittig an der Unterseite sitzt, kann er ausstülpen. Als ich ihn auf der Hand hatte, begann er, sich um diese krümmen zu wollen. Da war er ganz schnell wieder im Wasser.

Das Dinner zog ich vor nach der Erkundung des Geländes, eine bemerkenswert gute Chowder mit vielen verschiedenen Meerestieren, eine riesige Schale voll.

Hier steht überall ein wenig versteckt interessante Kunst herum, gefällt mir.


Der Freitag begann mit nicht sooo erfreulichem Wetter, bedeckt bei 12 Grad. Aber zu Mittag hin kam die Sonne immerhin für zwei Stunden raus. Ich hievte ein Kayak aus dem Bootshaus und paddelte bei leichtem Wellengang bis zur nächsten Ecke, aber es lag wirklich tief im Wasser, es wurde schnell unangenehm nass bei dem kühlen Wind, also drehte ich um. Das ging auch den anderen so, die es nach mir probierten. Außerdem waren massenhaft dieser boshaften kleinen Quallen im Wasser. Und dann wurde es ziemlich kalt, brrrr! 🥶

Mittags hatte ich ein paar leckere Muscheln als Snack. Als ich sie bestellte, sangen mir drei Mitarbeiter ein Ständchen, das war lieb🎈

Die unglaublich nette Familie die in allen Zimmern um mich herum wohnt, wollte mich ständig einbeziehen, aber ich wollte nicht, so nett ich das auch fand. Insgesamt etwas anstrengend, weil ich quasi unter ständiger Aufmerksamkeit "litt".

Etwas einsam fühlte ich mich schon an meinem Geburtstag, ich habe meine Familie und Freunde, also Euch, vermisst. Der Preis für diese unglaubliche Reise 🤷‍♀️ Nun bin ich 54-wie ist das denn so schnell passiert?!?!?!

Ich las etwas und wusch Wäsche und sog den Anblick der Bucht auf. Es sieht wirklich aus wie die Kulisse für Jurassic Park, hat mein lieber Bruder Thomas gut erkannt.

Abends wählte ich den (anständigen) Fisch des Tages und einen richtig guten Butterscotch Cup als Dessert.

Ich habe einen Flug nach Tokio International gebucht am 25.4. Am 20.4. fliege ich nach Fidschi, worauf ich eigentlich gar keine Lust habe. Das ist irre teuer, also so richtig, außer, man steht auf abgerockte Kaschemmen, das will ich auch nicht. Sauber soll es bitte sein. Und die Strände sehen auf den Fotos auch nicht so ansprechend aus. Mrrrh.

Ich habe den halben Tag einen Kompromiss gesucht, bislang erfolglos. Nun sind dummerweise auch Schulferien in der Region Ozeanien und deshalb alles noch mal teurer. Fiji ist für Neuseeland was Mallorca für Deutschland ist.


Der Samstag beginnt wieder bedeckt und kalt und windig, also nehme ich das Wassertaxi um 11:00 statt um 16:00. Lieber noch etwas in Picton streunern bei dem Wetter.

Jetzt ist es 10:00 bei mir, 10h früher bei Euch, Ihr seid im Bett... Gute Nacht 💤🌙

Er mag mich auch ohne Käsetoast!


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  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 6. Apr. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

In Hammer Springs hielt mich nichts, auch nicht die heißen Quellen (für die man natürlich bezahlen muss), mich zog es zum Meer, zu den Walen!

Ich fuhr den fantastisch schönen Highway 70, mir begegneten zwei Autos. Die Natur war laut, sehr herbstwarm und weich, es roch süß, überall glitzerte etwas Wasser, die Landschaft war der Inbegriff friedvoller, geschäftiger Schönheit.

Dann hatte mich der Highway 1 wieder, der eine Trennlinie zwischen Pazifik und Gebirge darstellt (und es sind nur wenige hundert Meter dazwischen, was die Gegend umso reizvoller macht).

Bei Air Kaikoura angekommen, 1h zu früh, unterhielt ich mich sehr nett mit Alice, der Pilotin, die aus Australien ist.

Schließlich kam noch eine Fünfergruppe, dann platzierte Alice mich neben sich, weil ich offensichtlich am dringendsten sehen musste, was passiert.

Was soll ich sagen? Es war toll!!! Ich hatte Angst, wie auch im Helikopter, aber nicht diese panische, hechelnde Todesangst, wie in Passagierflugzeugen. Alice lächelte mich immer wieder beruhigend an, wenn sie in eine Schräglage ging, in der all meine Sensoren "Absturz!!!!!!" kreischten.

Der Flug war, ehrlich gesagt, sogar schön. Es war fast windstill, die Sonne strahlte, es war herrlich.

An diesem Tag hatte noch niemand einen Wal gesichtet, eher ungewöhnlich für die Bucht.

Die Boote, Flugzeuge und Helikopter tauschen sich über Funk aus über Sichtungen und Koordinaten. Ich hätte es sein lassen können und mein Geld (80€) zurück bekommen, aber ich wollte einen großen Wal sehen. Wir flogen 20 Meilen raus und da sah ich ihn rechts von uns. Alice hatte ihn ebenfalls erspäht und flog eine Kurve. Und dann umrundeten wir ihn mehrmals. Wir waren vielleicht 200m hoch laut Höhenmesser (die Angabe war in Fuß).

Eine richtige Kamera wäre toll gewesen, die iPhone-Bilder sind wirklich schlecht auf diese Distanz.

Bitte googelt Pottwal !😉

Dann mussten wir leider umdrehen, sahen aber in der Bucht noch eine große Delphin-Schule, sicherlich 100 Tiere, die sprangen und tollten, ein ebenfalls beeindruckend schöner Anblick.

Die Landung auf der wirklich sehr kurzen Landebahn war noch ziemlich aufregend.

Danach war ich richtig ergriffen. Dieser Wal war sehr groß (sie werden bis zu 18m lang) er glitt friedlich und majestätisch durch das Wasser, direkt unter der Oberfläche. Das war so ein Moment, wo einen eine Demut erfasst vor der Vielfalt und Schönheit in der wir leben. Und die wir in Mitteleuropa so fast nur aus dem Fernsehen kennen und die dadurch nicht real erscheint. Es macht schon einen großen Unterschied, die Welt zu spüren. Dieses Tier lebt ein so ganz anderes Leben, er sieht Dinge, Lebewesen und Regionen, die wir nie zu Gesicht bekommen (Pottwale tauchen tief, bis zu 2.800m, wird angenommen).

Danach saß ich erst einmal eine Weile im Auto auf dem Parkplatz. Ja, durchaus mit ein bisschen Pathos, gehört schließlich auch zum Leben 😉


Ich fuhr gemächlich den Highway weiter, hielt erneut bei Nins Bin (ist vermutlich das letzte Mal in meinem Leben 🤷‍♀️), aß einen leckeren Möhrenkuchen in einem Café, inspizierte die Chipsauswahl in einem kleinen Laden und trödelte dann zu meiner Unterkunft. Das Top Hill Retreat. Eine auf einem Hügel inmitten von Weinbergen gelegene Privatunternunft. Ein wunderschönes Zimmer für 135NZ$/78€. Gerade zu aus dem Bett schaue ich auf den Pazifik, rechts aus dem Fenster auf das Gebirge. Dazu nette Gastgeber, zwei tolle Hunde (in Neuseeland lieben mich alle Hunde-wieso???! In Berlin schauen sie mich nicht mal an) und eine süße Mieze. Spektakulär war der Sonnenaufgang um halb sieben.


Der Gletscherflug und die Walsichtung sind für mich zwei ganz besondere Situationen, genau das, was zu erleben ich ausgezogen bin in die Welt 🙂Das muss ich erst mal verdauen.


Am Donnerstag musste ich wegen eines Unfalls auf dem Highway viele Km Umweg über eine extrem staubige Schotterstraße fahren, um nach Blenheim zu kommen. Da hatte ich einen Termin im Nagelstudio, schrecklich! Es sollte nur der Schellack runter und gekürzt werden. Jetzt sind meine Nägel gesplittert und haben weiße Flecken und das Fleisch darunter ist rot verbrannt und es tut weh. So eine Sch...!


Weiter ging es nach Picton, ich wollte das Auto abgeben, bevor ich aufs Wassertaxi umstieg.

Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie nach der das schon passiert ist.

Eines meiner (zahlreichen) Lieblingszitate von Douglas Adams.

Und die Definition von Europcar.

Nachdem ich sie nun also immerhin schon mal von den insgesamt geforderten 8.000NZ$ abgebracht habe für die beiden Wagen, kam am Mittwoch eine neue Mail. Meine Weigerung, den Wagen auf der Südinsel zahlen zu wollen, hing ja noch in der Luft. Und diese musste ich kurz anhalten, als ich das las. Sie stornieren die Kosten tatsächlich. Also soll ich jetzt für alles für 30 Tage etwa 1.900NZ$ plus Versicherung zahlen. Was schon wieder verdächtig billig ist 😂


Wir sind bei irgendwas über 40 Mails.

Ich warf also mein Gepäck bei der Wassertaxistation ab und fuhr weiter zur Europcar.

Dort traf ich auf Iain, der bei der Anmietung behauptet hatte, es gebe keinen Wagen usw. Wir hatten uns dann beieinander entschuldigt vor knapp zwei Wochen und ich hatte ihm mein Leid angedeutet. Er hat darüber nachgedacht und fand es nicht richtig. Deshalb hat er meine gesamte Buchung geändert und die kompletten Kosten für das Auto auf der Südinsel storniert. Er war das. Ich war sooo dankbar. Keine Ahnung, wie er das geschafft hat.


So viel leichter ums Herz stieg ich aufs Boot und fuhr nach Lochamara Lodge. Die Anlage ist nur zu Fuß oder mit dem Schiff zu erreichen und ich habe das letzte Zimmer Last Minute bekommen. Man beachte den Zusammenhang zwischen Käsetoast und Bootshundefreundschaft.....

Hier bleibe ich zwei Nächte. Heute mache ich noch eine Führung in einem Unterwasser-Observatorium, einem von zweien, die es in Neuseeland gibt; Bilder folgen. Morgen will ich etwas paddeln gehen und endlich mal baden. Und einfach mal abhängen. Damit beginne ich JETZT. See ya!

 
 
 
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