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  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 2. Okt. 2022
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juli 2025

Donnerstag 89

Ich hab mit mir gehadert und gezaudert. Mit Birgit telefoniert, die vor etwa 30 Jahren einige Wochen alleine mit dem Motorrad da war (später kam Donata dazu) und noch immer verzaubert und begeistert ist.

Schließlich die Fähre gebucht. Vorher geschaut, ob spezielle Zoll- oder Einreisebestimmungen gelten, ob meine Autoversicherung in Marokko gültig ist. Alles dabei, was ich brauche? Ja. Über Maps.me Offline-Karten runter geladen. Im Büro der Fährgesellschaft die Bordkarten ausdrucken lassen.

Auf dem Spieß gegrillten Seeteufel zu Mittag genossen. Später leckeren spanischen Kuchen, zum Pool, gebadet und noch etwas später einen Cocktail in den letzten Sonnenstrahlen. Es ist wirklich schön hier. Und ich musste noch einmal eine gewisse Freizügigkeit nutzen, damit ist ja erst mal Schluss.

Britta fragte mich via WhatsApp, warum ich es mache, also Marokko, wenn ich die Hosen voll hab, und ich schrieb ohne zu überlegen "Weil ich in die Welt gezogen bin, um sie zu sehen und es gestern in Tanger schön war und weil ich sowieso sterbe, also hat feige sein keinen Sinn und weil ich Abenteuer wollte und nicht kneifen kann, wenn es vor meiner Nase Trampolin springt 🤷‍♀️". Und das trifft es eigentlich ganz genau, da muss ich gar nicht weiter nachdenken oder nach schöneren Formulierungen suchen.


Freitag, Tag 90

So aufgeregt! Auf dem Weg zur Fähre passierten prompt Missgeschicke (auf einem Parkplatz öffnete die Schranke nicht, ich kam nicht raus, niemand ansprechbar, über die Sprechanlage nur Spanisch....). Aber irgendwann war ich drauf auf dem Schiff und unterwegs.

An Bord hörte ich hinter mir Arabisch-Deutsch und sprach die drei jungen Herren an. Der eine kam aus Groß Gerau und den fragte ich gleich mal aus. Seine Cousins aus Marokko sprachen nur Arabisch. Also: für Marokko SIM kaufen mit 10Go (GB), aufpassen auf Landstraßen, "alle fahren wie die Henker und keiner hält sich an Regeln". Seine Empfehlung war Autobahn, aber das ist nicht, was ich will. Im Dunkeln nicht unterwegs sein. Er meinte aber auch, dass alle sehr hilfsbereit sind und wenn ich gar nicht zurecht käme, würde auch Rücksicht genommen. Na, dann schauen wir mal, wie ich mich da durchwurschtel.....

So, viele Stunden später, ich bin völlig am Ende 😂

In Ceuta habe ich endlich ein Handycase mit Kordel bekommen, zum Umhängen. So brauche ich keine Angst mehr haben, auf Schiffen zum Beispiel, dass es, flutsch, weg ist. Und noch ein etwas höher geschlossenes Shirt und Kleinkram. Dann fuhr ich zur Grenze, 10min.

Dort brüllte mich ein aufgeregter Mensch an, ich verstand kein Wort, nur, dass ich mich vom Acker machen solle, einen Zettel mit QR-Code bräuchte (den schwenkte er wild vor mir hin und her) und irgendwas mit Hospital.

Also fuhr ich Richtung hôpital um zu sehen, ob da was zu sehen ist. Nichts, nur ein Typ in einer Uniform, der an einem stark abschüssigen Parkplatzeingang stand. Ich hin, wieder Rumgebrülle, was ist nur los mit denen? Ich solle auf den Parkplatz fahren, wenn ich nach Marokko wolle. Warum? Was passiert da? Rumgebrülle. Nix verstanden. Also auf den Parkplatz, da stand eine kleine Autoschlange und Polizisten liefen umher. Irgendwann war ich vorne, er drückte mir einen Zettel mit Code in die Hand, dann sollte ich Land gewinnen. Wieso? Keine Ahnung. Keine Frage, kein Blick, kein Formular, einfach nüscht. Damit fuhr ich also zurück zur Grenze. Brüllaffe 1 strahlte mich an, bedankte sich in plötzlich schönstem Französisch, nahm den Zettel zu dem Stapel in seiner Hand und wandte sich dem Nächsten zu. Sind die noch ganz dicht?!

An der spanischen Grenze wurde mein Ausweis drei mal kontrolliert. Dann standen alle bei gleißender Hitze in fünf Reihen vor der marokkanischen Grenze, das dauerte 1,5h. Alle 5-10min eine Länge weiter.

Zwischendrin fingen die völlig genervten Spanier und Marokkaner an, zu hupen wie verrückt. Alle! Lange! Es war furchtbar. Und das bestimmt drei mal in der Zeit. Ging danach immer viel schneller 😬

Ausweis 2x, Fahrzeugpapiere, Wagen öffnen und gucken, die sehr dringliche Frage, ob ich eine Drohne dabei habe. Quoi??? Non, monsieur.


Und dann? War ich tatsächlich endlich in Marokko.

Die Straßen sehen alle aus wie frisch gefegt, sind sie auch, Palmen, perfekter Rasen. Funkelndes Meer linker Hand.

Ich benötigte eine SIM Karte, weil die Roaminggebühren meine Rente fressen würden (Kunststück), nirgends ein Laden zu sehen. Ich fragte zwei Polizisten, die mit ausgesuchter Höflichkeit behilflich sein wollten. Erfolglos. Dann an einem Kiosk. Gleiche Sache, unglaublich freundlich und höflich, aber keine hilfreiche Auskunft.

Dann kam ich nach M'Diq (gesprochen Mah-diegk) und da war am Straßenrand ein Laden von Marokkos größter Telefongesellschaft. U-Turn und parken.

Ich will nichts Negatives sagen, alle waren ungeheuer zuvorkommend. Es dauerte nur gute 2h. Mein Pass wurde mindestens drei Mal kopiert. Irgendwelche geheimnisvollen Formulare wurden ausgedruckt, bekam ich aber nicht zu sehen. Nun habe ich eine marokkanische Prepaid-Nummer und 10GB fürs Internet. 120Dirham, also gute 10€, die ich aus der ATM der Bank of Africa hatte.


Ich aß Salat und Muscheln. Lauter halb verhungert aussehende Katzen, viele einäugig, sind unterwegs. Marokko ist das Katzen-Land; sie sind omnipräsent.

Derweil war ich echt erschossen. Bin auch noch eine halbe Stunde im Ort rumgelaufen und es ist schon anstrengend, wenn alle einen anglotzen. Zudem habe ich mir Gedanken gemacht wegen der Dunkelheit und allein unterwegs sein. Über Booking buchte ich für 30€ ein Hotel um die Ecke, allein, Navi wollte es nicht finden. Ich hatte Balu auf einem bezahlten Parkplatz abgestellt und fragte die Männer da, ob sie wüssten, wo das Hotel ist. Großes Hin und Her, schließlich wollte Chalid mir den Weg zeigen, kein Widerspruch. Er rannte tatsächlich neben und vor dem Auto her die 500m zum Hotel und strahlte übers ganze Gesicht, bis ich eingecheckt war. Ich fragte, ob ich ihm zum Dank etwas geben könne, nein, das wollte er nicht.

Ich habe es noch nie erlebt, dass so viele Menschen so höflich, zuvorkommend, respektvoll sind (nach der Grenze). Das hat den Charme der 50er Jahre.

Ich hoffe, das bleibt so. Aber anstrengend wird es auf jeden Fall, weil alle wissen wollen: woher? allein?

Nach einem Telefonat mit meinem Brüderchen Tom lief ich zur Strandpromenade und tat es tout M'Diq nach, ich promenierte.

Für mich war es mindestens so schräg wie für die. Es war ziemlich viel los, es wurden Muscheln, Eis, Süßkram und Popcorn verkauft, Luftballons, die Cafés waren alle voll. Viele kleine Kinder, die ausgelassen spielten. Und wieder, der abendliche Charme und die Eleganz eines französischen 50er Jahre Sommerfilms, nur in der Kulisse von 1001 Nacht und mit Kopftüchern. Fotografiert hätte ich gern, fand es aber zu aufdringlich. Sie guckten mich ja eh alle an, und dann die Kamera drauf halten? Obwohl, wäre ein interessantes Bild geworden.

Ich wurde wirklich viel angestarrt. Ich hab niemanden sonst gesehen, der auch nur ansatzweise wie ich aussah, also mittel- oder nordeuropäisch, das kann ja heiter werden. Aber vor allem die Frauen lächeln unglaublich nett und immer etwas neugierig.

Das ist echt ne andere Welt. Andererseits..... Kopftücher weg, Palmen weg, schon hätten wir eine Szene in einer beliebigen Stadt am Meer. Die Menschen machen letztlich alle das gleiche.

Ich muss jetzt mal ein bisschen einen Plan machen, zumindest für morgen, den hab ich nämlich nicht.


Tag 91, der Morgen "danach". Nachdem ich im Bett war, klopfe es gegen 22:00 an meiner Tür. Ich reagierte nicht. Erneut, mehrfach. Ich fragte, wer da sei, keine Antwort, Klopfen. Dann sagte ein Mann, er sei von der Rezeption und er müsse meinen Pass haben, ich solle öffnen. Ich erwiderte, er solle von meiner Tür verschwinden, das ging hin und her, er war sehr hartnäckig und ich hatte an einem gewissen Punkt wirklich Angst und zitterte, nicht schön. Dann rief ich die Rezeption an und bat um Hilfe, der Typ war dran und insistierte weiter. Ich sagte ihm, dass, wenn es so sei, das auch am nächsten Morgen ginge. Sehr bestimmt. Dann war Ruhe. Meine Nacht war trotzdem nicht erholsam.

Ich packte mein Zeug und wollte verschwinden. Der Chef kam zu meinem Auto und entschuldigte sich für den Vorfall. Aha, er wusste davon, komische Sache.


Jedenfalls fuhr ich los, ließ mir viel Zeit, waren ja nur 80Km bis zur blauen Stadt, Chefchaouen. Auf dem Weg ein Carrefour, ein Supermarkt mit riesigem, tollem Sortiment, schönen Dekorationen, der wunderbaren Obst-, Gemüse- und Fischabteilung, den Backwaren und der Patisserie. Eine Mischung aus französischen und arabischen Waren, wunderbar. Und als ich meinen frischen Orangen-Rote Bete Saft zahlte, spazierte eine Mieze durch den Laden.


Ich hatte schon eine Unterkunft gebucht, fühlt sich besser an, bis ich mit dem Land und den Gegebenheiten warm geworden bin. Balu bekam einen sicheren, bewachten Schlafplatz für 50 Dirham. Ich zog ein und dann los in die Medina (Altstadt); bzw. war ich da ja schon, als erstes ging es zur Kasbah.

Die KasbahKasbah https://maps.app.goo.gl/WiHYJZYFiTjVkkSx7?g_st=ic ist ein kleiner alter Palast im Zentrum der Medina. Sehr hübsch, vor allem ein schöner Innenhof mit recht ruhigem Garten. Dort saß ich eine Weile und kam später erneut, um eine Stunde auf einer Bank den Frieden zu genießen. Für Marokkaner 10 Dirham Eintritt, für den Rest der Welt 60 Dirham, was wirklich übertrieben ist, weil nichts geboten wird außer der Ruine und dem Garten.

Ich verbrachte den ganzen Tag in den Gässchen, gab den Anspruch auf Orientierung irgendwann auf und ließ mich treiben. Jetzt habe ich auch raus, wie ich mit den Händlern umgehen muss. Sehr, sehr kurzer Blickkontakt, um Respekt zu bezeugen. Freundliche Erwiderung des Grußes, Bonjour Monsieur, sehr bestimmtes Non, merci und dann weiter und auf keinen Fall mehr ansehen. Manchmal entwickelt sich dann ein kurzes woher kommst Du und dann ist der Tanz durch.

Es gibt sooo viele Miezen und Babies, von denen es einigen wirklich schlecht geht. Ich aß spontan in peinem angenehm wirkenden Restaurant auf der Straße eine Tagine mit Gemüse und Huhn, dazu eine Cola. Dort saß ich dann noch mit einem Minztee und schaute mir eine gute Stunde lang an, was sich da so tat. Mit Trinkgeld 5€.

Die Hühnerreste, Fett, Knorpel und etwas Fleisch, packte ich in eine Serviette und suchte die ärmste kleine Nudel, die mir begegnet war, ein Baby, das so zerlumpt und kraftlos war, dass es kaum noch laufen oder futtern konnte. So hatte sie hoffentlich wenigstens eine gute Erfahrung in ihrem Leben. Mit etwas Glück gibt ihr das Kraft, um weiter durchzuhalten.

Dann spazierte ich weiter, sah einem Teppichweber zu, wie er geschickt und schnell sein Schiffchen bewegte.

Bei der einzigen Frau, die ich in einem Laden sah, kaufte ich Kleinigkeiten und unterhielt mich nett.

Da ich so viele Währungsreste habe, ist meine Börse eine dicke Wurst und so erwarb ich ein hübsches kleines ledernes Portemonnaie für meine Dirham für 50 derselben, also etwa 4,50€.

Zum Abendessen auf der Dachterrasse holte ich mir mal Fastfood arabique, ein Schawarma. Schönen Gruß aus Berlin Wedding, da gibt es leckerere.

Für Montag habe ich einen Riad in Meknes gebucht.


Das Wifi ist so mies, die letzten Fotos der blauen Stadt laden nicht vollständig, ich liefere nach, sobald es geht. Hab den Beitrag jetzt 10x geschrieben wegen Speicherproblemen....


 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 28. Sept. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Sept. 2022

Morgens nur schnell einen Kaffee, um 8:00 war ich am Fährterminal. Ich habe definitiv noch nie so häufig meinen Pass für eine Einreise zeigen müssen.

Auf dem Schiff waren dann zwei Formulare auszufüllen, die vermutlich direkt im Müll landen. Passkontrollen erneut auf dem Schiff und in Tanger.


Wir waren zehn Leute in der Gruppe und dem Bus/Transporter. USA, Australien, Schweiz, Mexiko, Spanien, Deutschland.

Zuerst fuhren wir zum Cap Spartel, netter Blick, netter Leuchtturm, anscheinend zum warm werden.

Danach ging es zur Herkules-Höhle, etwas langweilig, ehrlich gesagt, dann hielten wir bei Dromedaren, und wer wollte, konnte für 2€ aufsitzen wie beim Ponyreiten für Kinder, und ein Mal im Kreis geführt werden. Was denkt Ihr denn? Klar! Die Tiere haben einen erstaunlichen Faltmechanismus mit ihren Beinen, war lustig. Sie haben wunderhübsche Augen mit langen Wimpern.

Was ich ausgesprochen erfreulich fand: Katzen und Hunde werden gut und nett behandelt. Auch wenn sie mager aussehen, sie werden häufig gestreichelt und es standen vielerorts Näpfe mit Trockenfutter.

Nächste Station war der ehemalige Sultanspalast, der jetzt ein Museum ist. Wir liefen in die Altstadt, die Kasbah, die mehrere Pforten hat; eine alte Festungsanlage. Das Gebäude war schön, am interessantesten fand ich aber die Ausstellung, mit einigen Bildern, die mir gut gefielen.

Außerdem ein hübsches Bodenmosaik und Decken, die kunstvoll aus Holz geschnitzt und eingesetzt waren und eine Handschrift aus dem 17. Jahrhundert.

Wieso vergeht die Zeit manchmal so schnell? Es war, schwupps, Zeit für das Mittagessen. Eine traditionelle Speisenauswahl: Harira, eine recht schmackhafte Suppe, dann ein Shish Kebap, als Hauptgericht ein Couscous mit Huhn und Gemüse, zum Abschluss ein mit Zuckersirup getränktes Gebäck und unfassbar süßer, frischer Minztee. Ein einfaches und preiswertes Mahl, dennoch recht gut und so charmant und freundlich serviert.

Dieser Ausflug hat 89€ gekostet, davon gehen 69€ für die Fähre ab. Für 20€ also gab es den neuen Mercedes Bus, einen Fahrer, den Guide, das Essen, Eintritt ins Museum und die Höhle und zwei Besuche von "Vertragspartnern". Alles in allem schwer in Ordnung.

Beim Eintreffen neuer Gäste spielten die Musiker im Eingangsbereich wiederholt auf.

Dann suchten wir die zwei Läden auf, die dem Guide anscheinend Provision zahlen, fand niemand interessant. Er lief mit uns durch engste Gässchen, auf und ab, und schließlich bekamen wir eine halbe Stunde frei! Cassandra aus Sidney und ich liefen los und landeten an den Orten, die wir eigentlich auch hatten sehen wollen.

Die Straßenverkäufer waren schon lästig aufdringlich. Wenn ich drei Mal sage "non, merci", dann sollte doch klar sein, dass ich kein Interesse habe und jede weitere Nerverei nur noch zum Gegenteil des Gewünschten führt?

Das Licht war sehr schön, die Farben, alles wirkte intensiver, strahlender, klarer.

Die Menschen empfand ich als sehr freundlich und höflich, offen, stolz, neugierig. Jeder, den ich angelächelt habe, lächelte nett zurück und grüßte.

Französisch zu sprechen kam ausgesprochen gut an.

Die Stadt ist sehr sauber und aufgeräumt, eine Menge Menschen sind damit beschäftigt, jeden Grashalm auf die richtige Länge zu stutzen. Wenn Berlin nur halb so ordentlich wäre...

In den Cafés saßen fast ausschließlich Männer.


Immer wieder trafen die Nase interessante Gerüche: Kamel, frisch gebackenes Brot, Minze, Zwiebeln, Fleisch, Gewürze...

Deutsche sind offensichtlich bei einigen nicht sehr beliebt, Französisch machte aber einiges wett. Drei Sprachen wurden sehr gewertschätzt und das auch immer wieder angesprochen. Aber diese Händler sprechen selbst Brocken von jeder bekannten Sprache, glaube ich.

Nach diesem kurzen Freigang wurden wir zum Hafen gebracht und es ging zurück. Ich hatte gottseidank ein, vielleicht zwei Schmerztabletten genommen und war echt erledigt von diesem straffen Tag, der so voller durchaus auch unerwarteter Eindrücke war. Zurück im Hotel strahlte mich Adrian von der Bar aus an, er hat meine Rezension gelesen und ist hin und weg, das wäre Poesie. Na ja. Aber da ich schon mal da war und dringend verarbeiten musste, was ich erlebt hatte, entschied ich mich für eine Margarita, die noch besser als die gestrige war. Ich trinke in den letzten Tagen mehr Alkohol, als in den letzten Jahren zusammen. Aber ich habe sie sehr langsam getrunken 😎

Morgen ist Faulenztag!

 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 27. Sept. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept. 2022

Nach dem wundervollen Frühstück ging es endlich daran, Wale zu sehen.

Zunächst gab es einen interessanten Vortrag, bedauerlicherweise 45min in der sengenden Sonne auf Hockern. Danach ging es mir nicht mehr gut. Auf dem Schiff immerhin gab es Schatten und dann sahen wir mehrere Gruppen von Grindwalen. Einige schwammen direkt neben dem Schiff, vielleicht 2 Meter von mir entfernt, das war schon richtig toll.

Orcas sind hier nur im Juli und August, wenn ihre Leibspeise roter Thunfisch durch die Straße von Gibraltar zieht. Ein Pottwal wollte sich leider nicht zeigen. Da muss ich wohl noch ein paar Mal aufs Wasser.

Danach war mir extrem flau, also in eine Tapas Bar. Mein Frühstück bestand ja nur aus Obst, Saft und Kaffee.

Ich bestellte Ziegenkäseröllchen mit Tomatenmarmelade, zum niederknien!

Dann im Ofen gebackene Kartoffel, mit Ziegenkäse gratiniert, ebenfalls etwas Tomatenmarmelade und süßen Paprika und Zwiebel , lecker.

Dann zwei gratinierte Jakobsmuscheln, erfreulich: mit Rogensäckchen (auch Corail genannt, gibt es bei uns nicht mehr, warum auch immer). Sehr gut, ganz frisch.

Und dann noch Shrimps-Omelette, das war nicht toll, viel zu fettig und schmeckte fast nur nach Teig. Sah aber schick aus.

Im Anschluss verlängerte ich gleich bis Freitag, das tut mir so gut hier, der wohltuendste Platz für mich seit Moneygold in Irland (ganz anders natürlich).

Ich hüpfte in den wunderbaren Pool und schwamm eine knappe halbe Stunde (mit Schwimmbrille, weil ich dann immer auf den Himmel über dem Hafen zuschwomm), lungerte in dem schönen Zimmer rum, ging zu Adrian (jetzt der Bartender meines Vertrauens in Spanien) und er schlug eine Margarita mit Mezcal vor. Er hat es einfach drauf. Das ist kein Alkohol, das ist trinkbare Kunst. Ich hab ihm eine fabelhafte Review auf Google geschrieben, damit sein Chef mal mitbekommt, was er an ihm hat.

So grundentspannt ging ich zur Massage im hauseigenen Spa.

Und morgen geht es nach Marokko, wie aufregend!!!!


 
 
 
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