- Charlotte Tina

- 10. März 2023
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Aug. 2025
Mir ist ein schönes Zitat von Goethe untergekommen, passend für die nächste Runde:
Es ist nicht genug, es zu wissen; man muss es auch anwenden.
Es ist nicht genug, es zu wollen; man muss es auch tun.
Zur Reise
Birgit hat mich abgeholt und zum Bahnhof gebracht.

Ich fuhr zunächst mit dem Flixtrain nach Frankfurt, damit ich entspannt vormittags am Flughafen eintreffe, und nächtigte im Hotel Monopol, das deutlich weniger fies war, als erwartet.
Meine erste Station ist Hongkong, da bleibe ich drei Tage (es sollten vier sein, habe mich verbucht) und bin super gespannt. Dann geht es weiter nach Sydney. Nach dem Seminar hab ich ja erst einmal gehadert und zehn Tage gegen die Wand gestarrt. Aber so leicht will ich mich nicht geschlagen geben.
Hier meine ganz grobe, angedachte, mögliche oder auch nicht Route:
Was für Papiere, Visa, Ausweise werden für welches Land benötigt?
Australien: es gibt viele Anbieter im Internet, die einen satten Aufschlag für die Weiterleitung des Antrags für ein Visum berechnen. Auf einer Seite, die für mich offiziell aussah, erschien als Preis irgendwann die Summe von 50€. Dann habe ich die echte offizielle Seite gefunden, es kostet 19,95€. Die Bearbeitung dauert laut Webseite etwa eine Woche. Theoretisch. Ich hatte es nach zwei Stunden digital.
Unser Führerschein ist bis zu drei Monate gültig, danach wird ein internationaler verlangt.
Für Hongkong ist momentan nichts Besonderes erforderlich außer mindestens zwei Covid-19 Impfungen und ein negativer (Schnell-)Test 24h vor Abreise (nach dem kein Mensch gefragt hat).
Auch für Neuseeland benötigen Deutsche ein elektronisches Visum (NZeTA), dessen Bearbeitung etwa drei Werktage in Anspruch nimmt, es kostet $52 ($1=0,55€). In dieser Summe ist so etwas wie eine landesweite Kurtaxe enthalten. Zur Einreichung des Antrags wird ein aktuelles, digitales Foto benötigt.
Was ich leider erst zu spät und zufällig entdeckt habe: es gibt unter dem Stichwort "nzeta" Apps der Behörden, mit denen die Beantragung der Visa ebenso leicht und schnell geht, aber weniger als die Hälfte kostet (je für Neuseeland & Australien).
Auf den Inseln ist der deutsche Führerschein nur in Verbindung mit dem internationalen Führerschein gültig. Reist man ein, muss man ein Ticket für die Ausreise vorweisen können.
Für Japan und Südkorea werden für Aufenthalte bis 90 Tage keine Visa benötigt, für Südkorea allerdings ein K-ETA, ein elektronisches Einreiseformular. Auch für dessen Beantragung (die spätestens 72h vor Einreise passieren muss) gibt es eine App; ich habe bislang nicht kapiert, wie ich das ohne festen Aufenthaltsort und mit unbekanntem Einreisedatum ausfüllen kann. Japan möchte zur Einreise vier Impfungen (Corona) nachgewiesen sehen.
In Japan ist der deutsche Führerschein nur in Kombination mit einer beglaubigten japanischen Übersetzung gültig; diese erhält man vorab beim ADAC in München oder im Land (dort muss man den japanischen Automobilclub aufsuchen. Ich nehme an, das wird im Zweifel aufwändiger oder komplizierter).
Für die bajuwarische Variante muss der Führerschein im Original (als Einschreiben) nach München geschickt werden. Die Bearbeitungszeit liegt bei zehn Werktagen, das kostet 70€ . Es ist erfreulicherweise PayPal-Zahlung möglich; zahlt man vorab, geht es auch schneller und alles kommt per DHL zurück.
Auch Südkorea macht es etwas komplizierter. Hier benötigt man neben dem Führerschein aus Deutschland eine International Driving Permit, die man aber auch online beantragen kann. Kostet mit einer Gültigkeit von drei Jahren als digitale und Printversion "im Angebot" 75€, für ein Jahr 66€. Jetzt aber die wichtige Info:
"Only Printed IDP in 1 Year Validity Plan is accepted (...in South Korea)."
Ha ha. Schildbürger sind ein weltweites Phänomen.
Kurz und gut: ich benötige vier verschiedene Führerscheindokumente. Verrückt.
Online sein
Für diese Reise habe ich mir Pavels Rat zu Herzen genommen (also mal ehrlich: Pavel ist ein schier unerschöpflicher Quell interessanter und hilfreicher Fakten. Kennt sonst jemand so etwas? Oder seatguru.com? Eben) und die Airalo App installiert. Damit kann ich in jedem Land online eine eSim nutzen, die, vorab gekauft, im erkannten Netz mit der eigenen Nummer sofort aktiviert wird. Für das, was ich jetzt vorhabe, ist es sehr praktisch. Ich bin gelandet und mein Handy hat sich sofort im lokalen Netz eingeklinkt und losgelegt. So sieht das aus in der App:
Das Thema Flugangst war beherrschend die letzten Wochen. Nachdem ich gebucht hatte wurde mir flott klar, dass ich eine ganz eine feine Angststörung habe, die sich anscheinend weiter austoben will. Nun bin ich da durchaus etwas bockig und es lief auf einen klassischen Showdown hinaus. Alle Symptome von Panikattacken sind da, sehr unangenehm, bedrohlich und beängstigend. Ich habe es mit Tavor versucht, habe gar nichts gemerkt, nun habe ich ein zweites Beruhigungsmittel in petto. Ich schreibe das, weil ich finde, dass Ängste und andere Probleme viel zu sehr stigmatisiert und ignoriert werden, aber zum Leben (ganz besonders nach den zwei Jahren Gestörtheit durch Corona) dazu gehören. Genauso wie Trauer und Depressionen, die ebenfalls gern weiträumig umschifft werden. Das hilft doch niemandem?!
Flugangst (oder jede übersteigerte Angst) ist für mich, als nähme der eigene Körper einen in Geiselhaft.
Ich bin froh und dankbar, dass ich so tolle FreundInnen und Familie habe, die mich sehr unterstützt haben, damit ich in dieses Flugzeug ans andere Ende der Welt steige. Und dann war es gar nicht schlimm! 😂 Bromazanil sei Dank!
Der Flug startete um 12:35 in Frankfurt und ging 11h35min, also bis Mitternacht. In Hongkong war es bei Ankunft aber 7:10, so verlor ich sieben Stunden (Schlaf), gäääähn. Cathay Pacific kann ich nur empfehlen.
Mich zurecht zu finden fand ich erst mal gar nicht so einfach, teilweise ist es einfach schlecht ausgeschildert. Ich habe eine Octopus-Karte gekauft, mit der man ähnlich einer Geldkarte ziemlich viel bezahlen kann. Im Bus beispielsweise hält man sie ans Lesegerät, der Betrag wird abgebucht, fertig. An der Peak Tram nicht lange in der Schlange an der Kasse stehen, sondern an das Lesegerät halten und durch. Kann man an verschiedenen Stellen mit Bargeld aufladen.
Vom Flughafen sind es 35Km bis Central, das geht aber flott mit dem AirPort Express bis Kowloon. Dann noch ein Stück mit dem Bus, ein paar Meter laufen und schon war ich im Best Western Plus Hotel auf Hongkong Island. Ich konnte erst mal nur den Trolley da lassen, also zockelte ich gleich los Richtung Peak. Die Straßen sind unglaublich steil, ich stieg bald in einen Bus, dann ging es mit der ebenfalls extrem steilen Peak Tram nach oben. Der Ausblick ist der Wahnsinn. Im Café habe ich einen Cappuccino, einen Matcha Muffin und ne Limo gekauft und eine halbe Stunde nur gestarrt. Das ist eine Stadt extremer Kontraste. Alte Bauten, alte Bäume, zahnstocherige Hochhäuser, ganz moderne Einrichtungen, unschöner Verkehr, grüne Oasen, kleinste Handwerksläden, große Industrieanlagen......
Das Schaufenster eines Restaurants war ein Aquarium mit Hummern und anderen sympathisch anmutenden, zum Verzehr bestimmten Geschöpfen darin.
Die Leute hier sind unglaublich freundlich. Sehr viele grüßen, und das ist ja keine Kleinstadt. Sehr hilfsbereit. Ein hier lebender Amerikaner wollte mir gleich 50 Hongkong-Dollar (ca. 6€) schenken, damit ich nicht erst einen ATM suchen muss, bevor ich in den Bus steigen kann. Netter Mann, interessant, etwa mein Alter. Wieso gleich habe ich mich mit Händen und Füßen gewehrt?
Auf dem Peak ist es unerwartet friedlich, Vögel singen, es wehte ein laues Lüftchen, herrlich. Viele Leute suchen ein bisschen netten Smalltalk, alles sehr entspannt. Ich beschloss, den Peak Trail und dann den Weg in die Stadt zu laufen; das waren etwa 4,5Km.
Im Hotel (Beitragsbild) konnte ich dann mein Zimmer beziehen, ganz toll! Eine kleine Suite im 25. Stock mit Blick aus dem Bett aufs Wasser. Und das war eins der günstigen Zimmer, was für ein Glückstreffer. Ich spüre, wie sich das Gebäude bewegt, das ist etwas unheimlich.
Jetzt ruhe ich mal ein bisschen aus, später will ich noch auf einen Markt in der Nähe, davon berichte ich dann die Tage.
So etwas wie ein Nachtrag: Kitty aus Irland (Sligo, Tage 47-60 des Roadtrips Europa) ist ein Kerlchen. Svenja hat mir geschrieben mit der Neuigkeit, dass sie mittlerweile ein stattlicher, Mäuse fangender, den Hof im Griff habender Kater ist. Hier mit Charlie:

Balu zieht um nach Mannheim. War eine schwere Geburt, die mich zeitlich noch mal zwei Wochen zurück geworfen hat, weil der Käufer sich leider als asozialer Psycho entpuppte. Ist auch immer noch nicht abgeschlossen 🙄
Wix zu verlassen, um zu WordPress zurück zu kehren, hat leider nicht geklappt. Im Grunde hätte ich alles neu machen müssen. Ich habe einige Kleinigkeiten angepasst und dann auch getestet, trotzdem klappt die Newsletteranmeldung auf dem Handy nicht mehr und unterwegs kann ich es ohne Rechner nicht erneut korrigieren. Deshalb bitte bei Bedarf auf "Message in a Bottle" auf einem Laptop oder Rechner gehen, es funktioniert anscheinend nur auf dem Handy nicht. Tut mir leid!
- Charlotte Tina

- 24. Jan. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.
Von der Anmeldung zum Flugangst-Seminar (Lufthansa/Texter-Millott) hatte ich bereits berichtet. Statt fand es am 21. und 22. Januar 2023, jeweils von 9:00-18:30 Uhr am "neuen" Flughafen BER, am Sonntag ein begleiteter Flug nach Frankfurt und gleich wieder zurück. Frankfurt und zurück?
Am Freitag war ich schon so angespannt, dass ich den ganzen Tag über Atemnot hatte, Druck auf und Enge in der Brust. Super.
Am Samstag dann waren wir zehn Teilnehmende; eine sehr gemischte, em- und sympathische Gruppe - was für ein Glück.
Im Konferenzraum des Intercity Hotels sammelten wir Symptome, Ängste und Fragen. Das war gut, mal mit Leuten zusammen zu sitzen, die verstanden, worüber man spricht.
Kim und Matthias übten mit uns morgens und dann immer wieder zwischendurch vorbereitend Bauchatmung und Progessive Muskelentspannung nach Jacobson. Kannte ich beides schon von meinen zwei Rehas und anderen Veranstaltungen auch über die Arbeit.
Kim war unsere Psychologin, Matthias unser Flugbegleiter.
Und natürlich wurde betont, dass Turbulenzen noch nie zu einem Unfall geführt hätten, dass Gedanken, Gefühle und Verhalten in einem sich bedingenden, nach Harmonie strebenden Verhältnis funktionieren und dass nichts im Leben 100%ig sicher sei. Der Teufelskreis der Angst wurde besprochen und hier wurde mir erstmals wirklich bewusst, dass der Knackpunkt in der Bewertung der Gefahr liegt. Liegen sollte.
Mittags kam Jons, ein Pilot, dazu, der uns nach dem gemeinsamen Essen im Hotel in einem kleinen Airbus (178 Sitze) das Cockpit zeigte und draußen das Fahrwerk und die Reifen erklärte und diverse Klappen und Zugänge (und den weiteren Nachmittag zur Verfügung stand für Fragen). Kim und Matthias erklärten ebenfalls weitere Dinge und Abläufe im Flieger.
Während wir am Flugzeug waren, sahen wir nicht einen Flieger starten oder landen. Weshalb noch gleich musste Berlin die schwachsinnigen Summen versenken? Weil die Stadt so viel Luftverkehr zu bewältigen hat? Ach ja.
Zurück im Konferenzraum besprachen wir unsere Fragen und Jons erzählte ein wenig über Statistik und davon, wie Flugzeuge gebaut und gewartet werden, welcher Aufwand betrieben wird, was für Ansprüche alle Teile und Beteiligten erfüllen müssen.
Das waren nun alles in allem keine wirklich neuen Erkenntnisse (bis auf ein paar Fakten von Jons wie z.B., dass ein Flugzeug im Betrieb mindestens alle 24h von einem Mechaniker angeschaut wird und vor jedem Flug vom Piloten) und am Ende des ersten Tages war ich schon skeptisch, ob solche Herangehensweise funktionieren könnte. Es fühlte sich nicht anders an als zuvor. Zu diesem Zeitpunkt ging es vielen anderen ebenso. Aber ich wollte ja, also versuchte ich auf der Fahrt nach Hause, möglichst viel davon zu verinnerlichen, insbesondere den Punkt der Bewertung.
Am Sonntag flogen wir, nach weiteren Übungen, der Planung der Sitzverteilung und Wiederholungen, nach Frankfurt und zurück. Für viele war der Hinflug schon besser als vorherige Erfahrungen, der Rückflug für alle dann ein Durchbruch unterschiedlicher Intensität.
Für mich leider nicht. Ich kam trotz Bemühungen nicht aus der Panikblase, die mich wieder überrollte. Bauchatmung war nicht möglich, die Hechelei war stärker, da half alle Konzentration darauf wenig. Und ich hab nur geweint. Dass Kim neben mir saß, war schön, aber mäßig hilfreich, Tina immerhin schaffte es, mich auf dem Rückflug mit einem Gespräch für eine kurze Weile abzulenken (danke!).
Danach war ich vollkommen erschöpft und enttäuscht. 1.000€ versemmelt, warum schaffe ich es nicht, aber alle anderen?! Ich war so zuversichtlich, dass das klappen würde.
Keine Ahnung, was ich nun tun soll, meine Reisepläne sind einfach flugabhängig.
Mein Fazit?
Für mein Empfinden wurde für den Preis zu wenig geboten; angefangen damit, dass es am Samstagmorgen keinen Kaffee gab und Sonntag nach dem Flug auch nicht mehr, dass die Snacks sehr knapp kalkuliert waren (und bei solch emotionalen Themen sind Kohlenhydrate/Zucker schon hilfreich). Vor allem aber natürlich, dass es keine "Neuigkeiten" gab, keinen Ansatz, der mir geholfen hätte.
Es ist toll, dass für all meine sehr netten Mitstreiter die Auflistung größtenteils bekannter Informationen und das gemeinsame Üben von Bauchatmung und PM derart hilfreich war, nachvollziehen kann ich das leider nicht.
Ich frage mich nun natürlich, was ich erwartet habe.... natürlich nicht die gute Fee mit dem Zauberstab (gehofft habe ich aber ein bisschen darauf); aber bei dem Preis und so guten Bewertungen doch mehr, zumindest eine Verbesserung.
Mir ist nicht mal wirklich klar geworden, weshalb ich bei dem Helikopterflug in Schweden zwar Angst hatte, aber nicht ansatzweise so, wie in einem Flugzeug (im Helikopter habe ich mich allerdings mit dem Piloten unterhalten können); zumal ich noch nie eine schlimme Erfahrung gemacht habe.
Tja, was mache ich jetzt? Eigentlich sollte das Seminar ein Meilenstein sein, der Startschuss für Hongkong, Ozeanien, Japan, Südkorea. Soll ich jetzt doch mit dem Schiff nach New York oder nach Spitzbergen? Oder doch schon einen neuen Job suchen und später irgendwann mal wieder überlegen? Das Problem ignorieren und mich zwingen? Über 40.000 Km so fliegen, in ständiger Todesangst? Ich weiß es gerade nicht. Ausnahmsweise mal habe ich keinen Plan; damit habe ich einfach nicht gerechnet.
Einige amüsante oder interessante Infos:
Beim Testen von Turbinen werden gefrorene Hähnchen genutzt, um auf die Haltbarkeit bei Vogelschlag zu testen. Die TK-Gockel werden mit 300Km/h auf die Triebwerke geschossen
Da ein Teil der Kabinenluft über die Turbine angesaugt wird, riecht es bei Vogelschlag plötzlich im Flieger nach Brathähnchen
Luftlöcher gibt es nicht. Da Luft sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal bewegt, ändert sich schlichtweg manchmal der Zustand bzw. die Dichte der Umgebungsluft, beispielsweise, wenn Kondenswasser aufsteigt oder wärmere Luft
Der Kabinendruck wird auf dem Niveau der Zugspitze gehalten, also entsprechend einer Höhe von 2.700-2.900 Metern. Das Öffnen einer Außentür ist in großer Höhe durch den starken Druckunterschied absolut nicht möglich.
Zudem sind unsere Geschmackssensoren durch den Druck und durch den geringeren Sauerstoffanteil beeinträchtigt.
Menüs für Flugzeuge werden in Druckkammern erkocht, um das notwendige Mehr an Würze zu treffen
Medikamente und Alkohol wirken anders. Ein Glas Wein auf NN= zwei Glas Wein im Flugzeug
In den Toilettenkabinen auf dem Flughafen Frankfurt hängt Moos als Begrünung an der Wand
Ich habe jetzt schon mehrfach gehört, dass ich die Angst aushalten werde, überlisten usw. Wie überlistet man Todesangst? Wir sprechen hier ja nicht von Unwohlsein....😬 und wie toll, dass ich die Konfrontation zugelassen habe. Na ja, also wenn ich nach dem Seminar Zug gefahren wäre, wäre das vielleicht mäßig sinnvoll gewesen. Und feige bin ich auch nicht. Ich habe zwei Nächte sehr lange und sehr tief geschlafen, so anstrengend war das. Am Montag danach ging gar nichts. Ideen?
- Charlotte Tina

- 8. Dez. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Apr. 2024
Meine Überlegungen zum Jahreswechsel sind wild. Erst hatte ich mich schwer in die Idee verliebt, mit Hurtigruten zum Nordlicht zu fahren, aber das hätte etwa 6.500€ gekostet und auch wenn ich es wiiiiirklich gern gemacht hätte, das ist zu viel Geld für zwei Wochen, das kann ich nicht ausgeben.
Dann stand weiter die Überlegung im Raum, mit dem Schiff nach New York zu gondeln und dann über Kanada an die Westküste. In Kanada sind im Februar -40 bis -20 Grad. Ich habe kein Problem mit mitteleuropäischer Kälte, aber das..... neeee!
Und dann, als ich über meiner Bucket-List sinnierte, dachte ich, Südhalbkugel, Asien....hmmmm?!
Aber dahin komme ich kaum ohne Flugzeug und in ein Flugzeug bekämen mich keine zehn Pferde.
Nach einer Woche Grübelei und einem Margarita geschwängerten Mittwoch-Abend (mit Mezcal, ein Kracher! Köstlich rauchig🤤 anders als in Tarifa, aber mindestens so gut) mit Birgit und Donata habe ich, nach positiver Verstärkung durch meine Freundinnen und einer kleinen Wette mit Birgit, ein zuvor schon recherchiertes Flugangst-Seminar gebucht; für schlappe 1.100€.

Es findet am 20. und 21. Januar statt, durchgeführt von einer Agentur in Zusammenarbeit mit Lufthansa (ich werde berichten).
Getestet von Stiftung Warentest und unter drei Anbietern für den besten befunden. 2x10h, Pilot(en), Stewardess(en), Psychologe(n) sind dabei. Sechs bis zwölf Teilnehmende. Erfolgsquote bei 98%. Mit Besichtigung eines Fliegers von innen und außen, auch Cockpit. Mit begleitetem innerdeutschen Flug zum Abschluss. Mit Hörflug vorab... "dieses Geräusch sind die ausfahrenden Landeklappen, dieses das Einfahren des Triebwerks..." usw.
Wenn ich reisen will, ist das kaum anders möglich als mit einem Flieger. Ich möchte nach Neuseeland, Australien, Japan, Südkorea und China als nächstes. Also Stand heute 🤣 Und gerade bekam ich eine Antwort von dem auf Reisen nach China spezialisierten Reisebüro, das ich mit Fragen zu Visum, Kosten, Routen angeschrieben habe. Es ist momentan nicht möglich, als Tourist einzureisen und nicht absehbar, wie lange das so bleibt. Schade.
Wie genau die kommende Reise aussehen wird, muss ich noch planen, aber dieses Seminar wird hoffentlich die Grundlage bieten.
Ich habe schon Reiseführer gekauft bei Dussmann bzw. bestellt (Japan und Südkorea kommen über Amazon) und plane..... :-)
Weihnachtlich kochen kann auch gesund und lecker sein! Zudem benötigt man für dieses fabelhafte Rezept nur drei bzw. vier Zutaten und es geht ratzfatz.
Einer meiner Lieblinge für einen Nachtisch der leichten und dennoch festlichen Art. Hat bislang jeder geschmeckt, ist gut vorzubereiten und köstlich erfrischend. Gab es auch nach der Szechuan-Suppe und den Margaritas.
Orangen Dattel-Salat
pro Person
1 große Orange
2-3 Datteln
3-4 Walnüsse
optional 1 El Orangenlikör (Triple Sec)
Zunächst filetiert man pro Person eine Orange. Idealerweise mit großen, festen Segmenten.

Das ist ganz einfach, es wird lediglich ein scharfes Messer benötigt, mit dem die Frucht beidseitig angeschnitten wird. Dann stelle man sie auf eine Schnittfläche und schneide die Schale möglichst sparsam nach unten ab (das Messer schön im Bogen führen, der konvexen Form folgend). Unten muss man meist etwas nachbessern. Es sollte keine weiße Haut mehr zu sehen sein. Dann setzt man das Messer direkt an einer Innenhaut an und schneidet zart zur Mitte der Orange. Das wiederhole man auf der anderen Seite und schon hat man das erste Orangenfilet.
Nun immer an der "übernächsten" Haut schneiden und das Segment von unten mit dem Messer von der losen Haut abheben. Das macht man am besten so, dass der Saft aufgefangen wird und zum Schluss quetscht man jeden Orangenrest noch ordentlich aus. Dann entsteine man jeweils zwei schöne, dicke Datteln und gebe diese, in Streifen geschnitten, mit den grob gehackten oder zerbrochenen Kernen von je 3-4 Walnüssen/Person und dem aufgefangenen Saft zu den Filets.
Nun wird alles dezent mit einem Triple Sec (Orangenlikör wie Grand Marnier, Cointreau, Luxardo, Giffard, Curaçao...) beträufelt, nicht getränkt. Das lässt man kühl, jedoch nicht zu kalt ziehen bis zum Servieren. Ideal nach einem fetten oder üppigen Essen. Bon appétit!
Übrigens schmeckt das auch ohne Alkohol sehr gut.
Im Anschluss habe ich noch fix ein kleines Brot gebacken nach Vorbild des irischen Sodabrotes, das nimmt nur 5min für den Teig in Anspruch und 50min backen:
Ca. 500g Mehl (Vollkorn oder gemischt oder...) mit 300-400ml Buttermilch, je 1 gestrichenen Teelöffel Backpulver + Soda (Natron) + 1-2 TL Salz grob vermengen, wird klebrig und feucht. In eine Silikonform oder eine beschichtete Form geben und bei 190/200 Grad ca. 50 Minuten backen.
Tipp zum Umgang mit klebrigem Teig: entweder mit Rührlöffel arbeiten oder die Hände mit kaltem Wasser feucht halten, dann klebt nix.

Noch warm aus dem Ofen mit gesalzener, kalter Butter macht es definitiv süchtig. Für dieses habe ich gleiche Teile Hafer- und Dinkelkörner im Vitamix in kürzester Zeit (vielleicht 20sec) gemahlen. Einfaches, fertig gemahlenes Mehl aus dem Supermarkt geht genauso gut; alles geht, auch verschiedene Mehlreste zusammen zu schmeißen.



















































































































































