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  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 19. Juli 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Juli 2022

Auf der E6 in vielen Windungen weiter, gute 450Km, dabei habe ich den Polarkreis auf den nördlichen und südlichen Breitenkreisen 66° 33′ 55″ erstmals überquert!

Und was ist dort? Nun, ein Souvenirshop mitten im Nichts, was dachtet Ihr denn? Mit allem möglichen Plunder, auf den sich polar circle aufdrucken, -sticken, -malen ….. lässt.

Ich dachte ja, vielleicht findet so etwas wie eine Äquatortaufe statt, aber nee, is man halt nördlich des Polarkreises. Auch jut. Kann ja jedem mal passieren 🤷‍♀️ Und ich bin übrigens in Nordnorwegen.


Die Nacht verbringe ich wieder in einer Hütte, am Ufer des Saltdalsfjorden (52,92€). Zwei Jungs habe hier große Fische geangelt und nun bedaure ich doch, meine Angel nicht mitgenommen zu haben. Statt frischen Fisch gab es Makkaroni Bolognese One Pot. Auch nett. Und wir wissen, nett ist die kleine Schwester von…? Nee, war lecker, aber der Gedanke an fangfrischen Fisch hat den Genuss ein wenig beeinträchtigt.

Ich bin jetzt in einer anderen Gegend, auch die Ortsnamen ändern sich; vorher hatten sie Namen wie Sesamstrassenmonster - Garmo, Lalm, Grong, jetzt werden die Bezeichnungen oft länger und für mich zumindest schwieriger: Vasbottnfjell, Graataanes, Smeeleaesi. Klingen, wie finnische Beleidigungen. „Smeeleaesi! Du Sohn eines Kabeljaus!“


Und am Dienstag, 19. Juli, bin ich auf den Lofoten gelandet.

Mir lief eine Fähre (22,23€) über den Weg von der ich nicht wusste, das hat viel Strecke gespart. Heute nur etwa 250Km. War frisch auf dem Schiff anfangs, aber jetzt hab ich ja diese fabelhafte Daunenjacke und die Überfahrt war einfach nur schön. Ich hab mir sogar die eine Wurst der Reise gegönnt und sie war lecker.

Beim Warten auf das Schiff habe ich eine Hütte reserviert (57,22€), was nicht einfach war, es ist viel ausgebucht. An diesem Ort ist es nicht besonders toll, also fahre ich morgen weiter in den Süden und übermorgen zurück zum Nordwestzipfel, weil da in der Nähe die Wal-Tour 🐳 startet. Am Samstag fahre ich weiter Richtung Norden.

Das, was ist bislang sah, ist wunderschön. Typisch Norwegen, aber ein helleres Grün, mehr Gras, noch mehr Wasser, freundlicher und ein milderes Klima, mehr Weite. Gefällt mir sehr, bin gespannt auf die nächsten Tage!


 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 19. Juli 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Juli 2022

Heute morgen lag dann doch wieder ein großer Pott im Aurlandsfjord und so war eine bunte Truppe im ersten Zug um 9:00. Kurz vorher war ich noch in diesem Touri-Laden und habe mir spontan eine ultraleichte (110g) Daunenjacke gekauft. Total gut angelegte 117€!

Ich unterhielt mich sehr nett mit einem Paar aus Schottland, die beide den Brexit vollkommen bescheuert finden und gern Teil eines großen Europa wären.

Die Fahrt ist wirklich beeindruckend. Die Bahn wurde gebaut, um Bergen mit Flåm/den ankommenden Gütern im Fjord zu verbinden.

Ich bin die einzige Person, die Maske trägt und das ist seltsam, als wäre ich in einem Paralleluniversum.

Wie auch immer, die Fahrt ist wirklich lohnenswert. Nur leider wusste ich nicht, dass man sein Rad mitnehmen kann und ich hätte es soooo viel toller gefunden, runter zu radeln, miaou.

Und auf der Rückfahrt wurde diese erstaunliche Darbietung gewagt:


Gegen 11:30 bin ich los, wieder rund 300Km, 6h. Zuerst kam ein Tunnel mit einer Länge von 25Km, in dessen Verlauf habe ich gelernt, wie mein Tempomat funktioniert; tolle Sache! Nutze ich nun sehr oft.

Ich bin einen mautpflichtigen Pass gefahren, der einer Beschreibung aus einem Buch von Stanislaw Lem hätte entsprechen können. Ich bin Serpentinen gefahren, die so eng und steil waren, dass sie nur im ersten Gang zu fahren waren (auch für die Norweger). Hat großen Spaß gemacht, war anstrengend, die Landschaft war grandios.

In Norwegen sprudelt, rauscht, gurgelt, gluckert, quillt, läuft, spritzt, schäumt, fließt, fällt, rinnt, drängt, steht, plätschert, tost überall Wasser. Die Berge sehen aus, als würden sie es raus quetschen. Wasserfälle, Fjorde, Bäche, Flüsse, Seen ohne Ende und überall. Toll für jemanden, die Wasser liebt 🙃 Leider kommt auch einiges von oben. Auf einem Pass auf 1.400m Höhe tauchte ein reizender Imbiss auf, der Waffeln mit frischer Ziegenmilch feil bot.


Bin nun in einer Hütte bei Dombås, nicht so toll, zu nah an der Straße und es riecht alt. Immerhin billig für 38€ und mit Heizung bei den 8 Grad in der Nacht. Morgen geht es weiter nach Norden über Trondheim, ich folge jetzt der E6.



Trondheim ist schon fast erschreckend trostlos und hässlich. Ich weiß nicht, ob ich schon mal so eine trostlose, triste Stadt gesehen habe 🤔 Ach, Moment, doch, Mannheim! Eine Stunde, weil ich wirklich etwas Schönes finden wollte, es ist mir nicht geglückt. Zum Beweis ein paar Fotos, die aber im Grunde obsolet sind, weil einfach zu belanglos. Nun war zwar Sonntag, aber das entschuldigt nicht alles.


Also bin ich weiter und schließlich auf einem wunderschönen kleinen Platz gelandet, eine Hütte für 57€ mit wunderbarem Ausblick, ruhig und mit Heizung



 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 15. Juli 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Dez. 2022

Eigentlich wollte ich ja nach Bergen heute; ein längerer Blick auf die Karte und ich habe mich umentschieden. Meine Reise führt nach Norden. Also musste ich ein Stück zurück.


Es ist, als führe man durch eine Postkarte. Ich bin früh los und 300Km in 6,5h gefahren. Natürlich habe ich gefühlt auch alle 5Km angehalten um mich satt zu starren an der imposanten Schönheit, aber ich bin auch drei Pässe gefahren, das ist zeitintensiv. Und Frühstück vor filmreifer Kulisse an einem See gab es auch noch. Und ständig liefen Schafmamis und ihre Lämmer auf die Straße.

In Flåm wollte ich mit der Flåmsbana fahren, Dörthe hat mir das ans Herz gelegt. Morgen früh.

Als ich ankam, lag so ein Monster (sprich Kreuzfahrtschiff) im winzigen Hafen des winzigen Ortes, der nichts hat, außer Unterkünften, die vermutlich 70 Bewohner, die das alles managen, und ein Mini-Einkaufszentrum für die Touris vom Schiff. Und die Bergbahn, klar.

Aber wo war ich stehen geblieben? Ach ja, als ich ankam war an der kleinen Bahnstation eine unglaubliche Menschenmenge, wahrscheinlich das halbe Schiff. Da wollte ich nicht mit, also suchte ich eine Unterkunft. Da es frisch ist und viele Menschen hier, wollte ich ein Zimmer. Nüscht. Jar nüscht. Ich bin rumgelaufen und habe gefragt, hatte wegen der Kessellage hier im Fjord auch keinen Internetzugang. Im besten Haus am Platz bot mir der nette Mann an der Rezeption sein letztes, ein „historisches“ Zimmer für 340€ an. Miaou. Dann durchwühlte er Booking.com und sagte, im Umkreis von 60Km gäbe es ansonsten noch ein freies Zimmer. Ich stürzte zum Auto, raste hin (ist jetzt wegen des Effekts ein bisserl übertrieben, das waren 2min Fahrt), nach einigem Hin und Her bekam ich es für 101,20€. Yeeeha. DZ mit Küchennutzung, Bad, Balkon und Blick auf Fjord, Monster und Berge.

Dann spazierte ich durch den Ort, das ist in ungefähr 7min erledigt, kaufte ein und kochte. Sieht nicht so verlockend aus auf dem Foto, war aber sehr lecker. Schweinefilet, Lauch, Möhren, fettarme Sahne, Reis, Rosmarin, Piment d'Espelletes, Paprika, SP.

Es ist sehr schön, mal wieder in einem geschlossenen Raum zu sein, dabei aufrecht, laufen zu können und Privatsphäre zu haben. Ich finde das mit dem Wagen wirklich super, aber so eine Unterkunft ist dann doch mal notwendig und schön.

Auf dem Sofa unten auf dem Foto sitze ich und schreibe das hier.

Genug Geschwafel, hier die Eindrücke des Tages (und stellt es Euch einfach noch viel, viel größer vor, als es aussieht, dann haut es halbwegs hin):

Das Schiff ist weg, dann ist es hoffentlich morgen früh leerer in der Bahn 😊

Und hier noch schöne Orte in bewegten Bildern:





 
 
 
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