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  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 28. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Meine Schmerzgrenze war morgens um 5:00 eigentlich schon erreicht. Minkie schrieb mir, ich müsse das Auto auf der Nordinsel lassen, nichts zu machen. Und das mit dem Parkplatz ginge leider nicht, sie sei heute nicht da und das sei auch zu lange 😳😡WTF?!?! Alles, absolut alles was sie gesagt hatte, war Bullshit.

Ich packte, hatte abends schon gegoogelt aber nichts gefunden und fuhr 11Km weit an die Stadtgrenze. Keine Schilder zu sehen. Ich fragte drei Jogger (tout Wellington scheint morgens um 6:00 im Dunkeln zu joggen), keiner wusste, ob das freies Parken wäre. Alle drei rieten von zwei Wochen dort ab, zu gefährlich. Ich rief trotzdem ein Uber und fuhr zur Fähre. Die Lady am Schalter war auch am Vortag da gewesen und hatte gehört, was Minkie alles gesagt hatte. Sie fand den Parkplatz auch zu gefährlich und wusste auch nicht wie man rausfinden könnte, ob er frei ist. Polizei fragen war auch keine Option.

Schließlich sagte sie, ich solle das Auto holen, sie würde das derweil mit ihrem Manager klären und dann dürfte ich es zwei Wochen auf ihrem Gelände lassen.

Kurz, um 7:15 war Ende vom Check in, um 7:45 war ich zurück und hechtete an Bord. Alle auf dem Weg zum Schiff wussten schon, wer ich war ("the woman..... bla bla bla.....Minkie.....bla bla").

Pavel hat mich dankenswerterweise wieder aufgebaut (f*ck Minkie!, f*ck Europcar! Du bist in Neuseeland! 😂), ich war wirklich mies drauf.


Die Fahrt war wunderschön. Die ganze Zeit war Land zu sehen, es wurde immer sonniger, der extrem starke Wind von morgens liess nach.

In Picton nahm ich den Shuttlebus zu den Autovermietungen. Avis, Hertz, Dollar, Thrifty-alle da. Alle bis mindestens Anfang April ausgebucht.

Allein? Überraschung, bei Europcar standen sechs Leute vor verschlossener Tür, die reserviert hatten. Nach einer halben Stunde kam dann mal jemand und sagte mir, ausgebucht, nix zu machen. Ich war, na ja, ziemlich angepisst und sagte, online seien Buchungen aber möglich. Nein, kein Auto, da wäre definitiv nichts möglich.

Kochend vor Wut ging ich raus, installierte die Europcar App und buchte für 16:00 einen Wagen bis zum 8.4., wartete kurz auf die Bestätigung, ging wieder rein, sagte "hello again" und dass ich eine Buchung hätte. Ihm fiel das Gesicht runter. Nachdem er es wieder aufgesammelt hatte, sagte er erneut, er hätte aber kein Auto, da sei nichts möglich. Ich, ich hätte aber eine bestätigte Buchung, ich würde auch ein nicht gereinigtes Fahrzeug nehmen, aber ich wolle ein Fahrzeug. Und plötzlich stand im Raum dass möglicherweise um 16:00 Wagen zurück kommen könnten. Ich möge doch etwas essen gehen und um 16:00 (da war es 12:30) würden wir weiter sehen.

Eine Stunde später kam eine Mail. Es hätten mehrere Leute, die auf der Fähre hätten sein sollen, ihre gebuchten Wagen nicht abgeholt....

Ich komme mir restlos verarscht vor. Ohne paranoid klingen zu wollen, aber das wurde ich wohl auch.

Um 14:00 Uhr war ich in genau dem Auto unterwegs, das ich hatte haben wollen, dem Suzuki Swift Sport Schaltwagen. Der Europcar-Mann hatte sich meine Historie offenbar angesehen als ich essen war und verstand nicht, warum ich nicht mit dem anderen Wagen hatte fahren dürfen, das sei durchaus gängig.

Nun, ich saß aber zuvor in dieser zauberhaften Bucht, hatte noch nicht gefrühstückt und beschloss, dass es Zeit für etwas Gutes und Tröstliches war.

Im Sisu aß ich je drei Austern mit Zitrone und scharfer Vinaigrette, Graved Lachs im Noriblatt mit Apfel, Sellerie und Reispapier sowie Fritten mit Parmesan, Rosmarin und Aioli. Echt lecker. Special für Pavel:

Danach also fuhr ich an der Ostküste entlang bis fast nach Kaikoura in ein B&B. Merke: der Süden ist teurer. Da ich immer noch mitgenommen war (wenn man die erste Hummerbude seines Lebens am Straßenrand sieht, ist das eine ausgezeichnete Ausrede, finde ich), musste ich bei Nin's Bin halten und einen "kleinen" Hummerschwanz in Knoblauchbutter essen.

Der Wahnsinn!!!!! So, genau so, sollte er sein, Tagesfrisch, saftig, aromatisch, fleischig, sättigend, pur.

Kulinarisch war das heute endlich mal wieder ein echtes Highlight, hat Spaß gemacht.

Ziemlich erledigt und müde suchte ich ein B&B und bin bei einer sehr mitteilsamen, netten und tierlieben Familie mit drei Generationen gelandet.

Zwei tolle Hunde und jede Menge anderer geretteter Tiere. Die Schweine sind eine sehr speziell aussehende Rasse, die die Maori mitgebracht haben. Da niemand weiß, woher die Maori kamen, weiß niemand, woher die Schweine stammen.

Weil das alles so schwierig war, ist das mal ein ein Tages-Beitrag. Habt einen schönen Tag!


Um 18:55 kam eine Mail, sie würden mir die Überfahrt erlauben. Es waren etwa 7 Mails in denen ich dringlich auf die Abfahrt heute um 8:15 hingewiesen habe. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Ich habe wenig freundlich vorgeschlagen, dass Sie mir den Wagen hier nicht berechnen. Den anderen haben sie immer noch nicht verlängert.

 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 26. März 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Juni 2024


Die meisten Leute, die ich hier treffe, sind ganz anders als die Australier. Ganz natürlich und unbefangen, sehr hilfsbereit, lächeln schnell und aufrichtig nett, man kommt leicht ins Gespräch und das ist dann nicht so ein "oh it is GREAT, I am GOOD"-Gewäsch, sondern meist ziemlich ehrlich. Gefällt mir. Ein AirBnB wurde von einem holländischen Ehepaar geleitet, die vor 35 Jahren ausgewandert sind, um hier ihre Familie zu gründen. Wie alle mit denen ich sprach, sagten sie, es sei einfach ein gutes Leben in diesem Land.

Am Morgen noch keine Nachricht von Europcar. Ich fuhr 30Km nach Palmerston North zum dortigen sehr kleinen Flughafen. Dem Typen am Europcar Counter ging ich so was von am A.... vorbei. Also nach Wellington. Ich fiel in ein fieses Depressionsloch, hatte ich schon länger nicht mehr, und bin 2h weinend gefahren. In Shannon, einem winzigen Ort, wollte ich das unterbrechen, tankte, parkte, kaufte im Second Hand-Laden für 4NZ$ ein T-Shirt (das mir richtig gut gefällt, das ich im Hostel wusch und im Trockner trocknete und zwei Nummern zu klein wieder raus bekam), schließlich landete ich nach 80m am Ende der Hauptstraße im Café und bestellte erst- und auch in diesem Fall letztmalig Pancakes mit Bacon und Ahornsirup. Sah unglaublich aus, wie im Film, aber wie so oft, meine schmecken besser 😎 Im Ort waren ein Haufen lustiger langbärtiger Typen mit Oldtimern unterwegs.

Ich sehe hier so vieles, was ich nur aus amerikanischen Filmen kenne, das will ich ausprobieren. Wendy's steht noch auf der Liste. Aber alles, was ich bislang probiert habe, sah toll aus und schmeckte gar nicht oder nicht so, wie es das Aussehen verhiess.

In der örtlichen Bücherei durfte ich die 15min vor der Schließung noch schnell an einen Computer und an der Webseite etwas anpassen.

Dann fuhr ich durch. Wellington ist teuer, ich habe ein Dreibettzimmer im Hostel für mich, pro Nacht 100€. Die Hauptstadt Neuseelands mit 420.000 Einwohnern. Parkplätze sind ein Drama. Ich checkte ein und wollte, so super gestresst, gleich weiter, da lief mir ein paar hundert Meter weiter ein Bad über den Weg.

Die Entscheidung fiel flott. In den Supermarkt gegenüber, Salatzutaten eingekauft, ins Hostel, Badezeug gepackt und ins Wasser und einen entspannenden Km auf einer 33 1/3-Bahn durchgezogen. Zurück, mit einem Glas Wein in den Hof und einem Buch, Waschmaschine vorher beladen, gut. Die Küche ist groß, sauber und nett. Im Kühlschrank kann man eine Box mit seinem Zeug füllen.

Dieser vegetarische Bacon ist richtig lecker.

Vielleicht sollte ich beruflich gänzlich umsatteln mit einer Webseite Swimmingpools of the world🤔

Um 19:00 lag ich auf der (festen!!!!) Matratze und schlief bald neun Stunden.


Am Sonntag schnappte ich mir einen Kaffee und videotelefonierte aus dem Hof mit meinem Bruder Tom und meiner Schwägerin Uli. Kontakt nach Hause, das war schön, sie waren live dabei in NZ und ich in ihrem Wohnzimmer.


Ich finde die Häuser in Neuseeland schön, viele aus Holz oder damit verkleidet, viele mit umlaufenden Veranden. In Wellington fällt der Kontrast zwischen alter und neuer Bausubstanz schon sehr ins Auge.

Ich erkundete sechs Stunden hauptsächlich die Gegend rund ums Wasser. Hüfte und Rücken haben sich quasi verabschiedet (weil die Frage nach der körperlichen Belastung kam über WhatsApp), da hilft nur eine ordentliche Dosis Diclo.

Schön hier, super angenehme Atmosphäre, freundliche und wirklich entspannte Menschen.

Zudem ist hier dieses Festival und das hat es noch etwas bunter gemacht (vermute ich). Zum Frühstück gab es einen scharfen Wrap aus Sri Lanka mit Chicken Satay. Von einem eingewanderten Mann, der das Leben hier super findet.

Ich hab ein paar Videos gemacht, vielleicht geben die die Atmosphäre etwas wieder.

Ich war im Garten und im Shop des Neuseeländischen Museums, da durch zu laufen war nicht mehr drin.

Und endlich habe ich einen neuen Badeanzug, meiner war schon peinlich ausgeleiert.

Dann musste ich mich wieder um mein Problem kümmern. Ich lief zu Bluebridge Ferries, um zu fragen, ob ich das nicht erstattbare Ticket erstattet bekäme. Da war Minkie, eine sehr, sehr resolute Frau mit sehr klarer Aussprache und sehr klaren Vorstellungen, dass man nicht so mit mir umgehen sollte, nachdem sie gehört hatte, was ich für ein Problem habe. Sie sagte, die Aussage von Europcar sei schlichtweg falsch. Sie telefonierte hin und her mit Europcar und sagte, 100% sicher, dass ich mit Auto mitkomme. Sie hat zwar niemanden erreicht, der das schriftlich bestätigt, checkt das aber weiter von zu Hause. Ich soll morgen um 6:30 zum Check in da sein. Falls es wider Erwarten doch nicht klappen sollte, soll ich ihnen meinen Autoschlüssel geben, sie kümmerten sich darum die zehn Tage bis zur Rückkehr 😳 Hm. Kann ich das machen? Nein, der Wagen ist nur auf mich versichert. Mein Plan war, Auto in Wellington lassen (Parkplatz ca. 100€), in Picton Wagen anmieten (nicht bei Europcar), zehn Tage 1.200€, Wagen zurück, ich zurück usw. Eine bessere Lösung ist mir nicht eingefallen und Bluebridge war meine erste Station.

Es könnte hier so schön sein.

Nun verbringe ich den Nachmittag im Hostel bei Tee und Buch und Blog. Und fahre da morgen früh hin. Von Europcar kam übrigens gerade eine Antwort auf meine zwei Mails von heute morgen, es täte ihnen so leid, sie würden niemanden in Auckland erreichen. Was ist das nur für eine Würstchenbude?!

Liebe Grüße von down Down Under🤗

 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 24. März 2023
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juli 2025

Die Abreise aus Sydney gestaltete sich schwierig. Glücklicherweise war ich 3,5h vor Abflug da, die Zeit brauchte ich. Im Vorfeld habe ich mir natürlich die Einreisebestimmungen angesehen. Entweder benötigt man ein Ticket raus aus dem Land oder den Nachweis ausreichender Mittel. Weil ich den Aufenthalt flexibel halten wollte, hätte ich eben einen Blick auf mein Konto gestattet. Aber nein. Ohne Ticket keine Einreise. Keine Chance und keine Diskussion darüber, dass das auf Neuseelands offizieller Webseite steht. Ich hatte also 40min, um mir zu überlegen was ich in wie vielen (?) Wochen tun wollen könnte und möglichst günstig zu buchen. Schließlich habe ich Nadi auf Fidschi gebucht. Mittlerweile habe ich gesehen, dass die dort genauso verfahren, aber darum kann ich mich in nun drei Wochen Neuseeland kümmern.

Übrigens sind die Flaggen Australiens und Neuseelands fast identisch, nicht wundern.

Der Flug war ruhig, ich diesmal extrem sediert von der Tablette.

Weitere zwei Stunden Zeitverschiebung, wir sind jetzt 12h auseinander, nun bin ich wirklich am Ende der Welt😁

Die Einreise ist erstaunlich, sie versuchen, alle möglichen schädigenden Substanzen, Sporen, Pflanzen, Tiere aus dem Land zu halten, mit ziemlichem Aufwand.

Aber endlich war ich draußen im kühlen Regen und bekam genau den schicken kleinen Flitzer bei dem hiesigen (zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, empfehlenswerten) Europcar, den ich hatte haben wollen.

Diesmal mit Schaltung, erhöhter Schwierigkeitsgrad, geht aber natürlich auch nach kurzer Zeit.

Zusammen schlichen wir dann eine ganze Weile im Stau auf der Autobahn.

Piha ist etwa 1,5h entfernt vom Flughafen und etwa 20Km davor war die Straße gesperrt. Eine wenig freundliche Anwohnerin hat mir von ihrem Auto durchs Fenster aus zugerufen, ich solle umdrehen und mich zum Teufel scheren. Das mit dem Teufel ist künstlerische Freiheit, der Rest und Inhalt stimmt.

Und wie es so ist, wenn einem jemand sagt, man soll es nicht machen.... Auf dem Weg gab es mehrere Sperrungen und Kontrollen, ich musste meine Buchungsbestätigung zeigen, um weiter fahren zu dürfen. Hier hat vor einem guten Monat ein Zyklon gewütet und die Straßen teilweise unterspült oder weggerissen. Ich hatte den Plan, von hier aus die Küste hoch an die Nordspitze zu fahren, aber jetzt geht es direkt nach Süden. Weiter im Norden wird es nur schlimmer.

Aber schließlich kam ich an und es war wunderschön. Ein AirBnB mit Hündin (Layla) und Kater (Jeremy).

Ich habe viel Mist gegessen, was den Umständen geschuldet war-es gibt in Australien wirklich viel Fastfood, einen einfachen guten Salat zu bekommen ist kaum möglich. Nun habe ich drei Wochen diesen Wagen und kaufe deshalb morgen ein paar Baics ein: Olivenöl, Zitronen, Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer, Schüssel, Knoblauchpresse. Wenn ich das dabei habe, benötige ich nur noch Tomaten usw. und kann jederzeit unkompliziert lecker und gesund essen.


Da es im Ort keine Möglichkeit gab, einzukaufen und ich zu einem Kaffee wollte, fuhr ich morgens flott los, verließ die Autobahn und den Motorway und fuhr Stunden durch diese Filmkulisse. Die Landschaft wirkt schon fast selbstgefällig. Träge und lasziv liegen die großen Hügel in satten Grüntönen, riesige, alte Bäume, Palmen, blühende Pflanzen überall. Es liegt eine große Ruhe über all dem. Seltsam unwirklich. Ich aß geräucherte Grünschalenmuscheln in Knoblauchöl (die haben definitiv Suchtpotenzial), kam an einigen Wasserfällen vorbei (zu einem kam man nur nach gründlicher Reinigung und Desinfektion der Schuhe), fuhr über die erste (es folgten schon eine Menge) abenteuerlich aussehende Brücke.

Ich buchte ein Cottage für 76€, das sich als wunderhübsch entpuppte, auf einer Farm, mit zwei Alpakas, Schafen, Kater, Hunden, Hühnern....

In der Nacht wachte ich frierend auf. Es war eisig und ich brauchte, im Dreiviertelschlaf, eine gute Stunde um auf die Idee zu kommen, dass eine Aircon auch heizen kann. Dann noch eine heiße Dusche. Brrrrr. Ich fütterte Al und Paca, begrüßte Boo den Kater und genoss noch die Geräusche der Farm bei einem Kaffee.

Dann ging es weiter, nach Südwesten. Ich wollte eine Straße fahren, die als besonders schön gepriesen ist, den Highway 43. Oder auch: Forgotten World Highway.

Und er ist besonders schön, aber auch nicht ohne. Unterflutete und weggespülte Straßenteile, Schotterpiste mit Kratern, enge unbeleuchtete Tunnel mit Sandboden, einspurige Brücken, großer Felsbrocken auf der Straße. Empfand ich als herausfordernd. Und lustig 😁

Für die Strecke von Taumarunui bis Ōkato brauchte ich 6h. Das waren etwa 270Km. Eine Umleitung war dabei wegen einer Straßensperrung, weil ein Waldstück brannte, ich sah ein Flugzeug Löschwasser abwerfen, habe ich live noch nie gesehen.

Schließlich kam ich bei Fran an, einer privaten Vermieterin. Ein schönes Zimmer (46€), Küche, Terrasse, Bad, Garten zur Mitnutzung. Im Garten wuchern Passionsfrüchte über eine Mauer und eine Spinat ähnliche Pflanze ist größer als ich. Ich probierte ein Fertiggericht, wanderte in den Müll. Ein Pinot gris ist recht akzeptabel.

Ich erzählte Fran von der Geschichte an der Grenze, dass der Typ mich nicht nach Neuseeland lassen wollte ohne Ticket irgendwo hin raus ("it is a crime") und sie sagte, dass sei Bullshit. Sie rief noch eine Freundin im Reisebüro an, die auch bestätigte, Quatsch.

Dann rief ich mit ihrer Unterstützung bei Europcar und Qantas an und verlegte bzw. verlängerte um neun Tage. So habe ich etwas mehr als vier Wochen hier, das ist deutlich entspannter.

Sie packte mich in ihr Auto und fuhr mit mir zum Strand und in die Stadt und zum Strand (3. Foto=Fran)

und zu Fish ohne Chips aber mit battered oysters und dann noch im Stockdunkeln über eine schwingende Fußgängerbrücke in einen sehr sehr dunklen Wald, um mir Glühwürmchen zu zeigen. So schön!

Zurück am Haus starrte ich in den Himmel, so viele Sterne sah ich noch nie. Auf dem Foto sieht man höchstens ein Viertel.

Bei Fran war es sehr schön, ein bisschen wie Zuhause. Sie hat einige Monate in Berlin gelebt und will wiederkommen, schön!

Für Montag habe ich ein Ticket für die Fähre zur Südinsel, auf der es Fjorde gibt und einen Gletscher. Ich hab noch nie einen Gletscher gesehen!

So viele Abenteuer warten hier draußen darauf, erlebt zu werden😊


Freitag

Heute bin ich nur von Ōkato nach Holcombe gebummelt bis zum nächsten B&B. Das Schwimmbad auf dem Weg hatte leider zu trotz gegenteiliger Angaben. Was für mich ziemlich unschön ist, dass die hier alle nur sehr weiche Matratzen haben. Ich wache in der Nacht mit übelsten Schmerzen auf und schaffe es nicht, mich aufzurichten. Wieder auf den Fußboden umgezogen. Jetzt gucke ich schon nach Zimmern mit Teppich drin, damit ich nicht noch härter und unkuscheliger schlafen muss.

Ich habe ein richtig großes Problem mit Europcar, deswegen habe ich heute fast eine Stunde mit denen telefoniert, es war unendlich frustrierend. Ich darf mit dem Auto nicht mit der Fähre fahren, Stände in den Terms and Conditions. Oder 5.000NZ$ Strafe. Eskalation bis zur Supervisorin (und das in meinem super Englisch🥴). Es wurde mir an keiner Stelle gesagt oder mitgeteilt und kein Mensch liest fünf Seiten Kleingedrucktes. Ich finde, dass ich erwarten kann, dass mir das bei einer Anmietung von drei Wochen gesagt wird. Mit einiger Wahrscheinlichkeit kann ich am Montag nicht die Fähre zur Südinsel nehmen, die ja mein Hauptziel ist. Morgen soll ich Antwort bekommen, ob sie eine Ausnahme machen. Wenn nicht habe ich keine Ahnung, was ich tun soll, ich bin gerade sehr mutlos. Bitte gesammelt Daumen drücken!!!!

Das Auto zurück zu geben oder die Anmietung zu "teilen" für Nord- und Südinsel ist auch nicht möglich, weil ich im Voraus gezahlt habe. Ich verstehe nicht, wie das zusammenhängt, aber sie schalten bei allem extrem auf stur, das ist schlimm.


Zum Wetter noch: tagsüber super schön, sonnig, 20 Grad. Nachts gern um den Gefrierpunkt.



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