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  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 15. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Am Dienstag war ich um halb fünf wach, um 7:00 (da war es noch ziemlich dunkel) bei einer großartigen französischen Bäckerei um die Ecke auf ein Croissant, um 9:00 im Pool am Bondi Beach. Das Wasser ist karibikgrün, so ein toller Farbton. Auf dem Grund des Bassins war eine große Krabbe, die wohl mit einer Welle ins Becken gespült worden sein muss.

Es fing an zu regnen, in dem Café im Club bekam ich einen wunderbaren Cappuccino, frühstückte meinen Obstsalat und schaute unauffällig Leute an. Der Pazifik toste richtig laut mit hohen Wellen ans Ufer. Ich liebe es hier.

Die meisten Leute laufen übrigens in Badelatschen und Shorts&Shirt/Kleidern durch die Gegend. Es begegnen einem auch Menschen, die irgendwo in der Nähe wohnen müssen und nur mit Handtuch um die Hüften an der Ampel stehen. Oder mit dem Board durch die Gegend laufen. Oder nur mit Badehose bekleidet die Bondi Road hochjoggen.

Entweder sind sie knackbraun oder blass, es gibt wenig dazwischen. Sehr viele wirken sehr sportlich und betont lässig und cool, aber es gibt auch viele kräftigere wie mich. Einige tragen Schirme als Sonnenschutz.

Ich erkundete die Promenade und aß für 11€ sechs köstliche, cremige Austern.

Im Bus sind Leute mit ihren Boards (ich versuche mal Fotos zu machen, auf denen die Einzelpersonen nicht zu erkennen sind).

Weil der Regen nicht aufhören wollte versorgte ich meine fünf Blasen und setzte mich in den Bus 333, um Richtung Darling Harbor und im Speziellen zum Aquarium zu fahren.


Sydney hat viele Grünflächen und schöne große Bäume mit hellen Blättern, hübsch. Die Häuser außerhalb des Zentrums sind meist kleine Einfamilienreihenhäuser.

Das Sealife Dingens war, hm, nett. Aber viel, viel zu teuer mit 32€. Meine Füße hätte ich da schon umtauschen wollen gegen neue, solche Schmerzen. Eigentlich war ich da nur wegen der Pinguine. Ich will sooo gern in die Antarktis und sie live sehen.


Bislang war mir nicht klar, was Shopping bedeuten kann; das wird hier anscheinend definiert. Meine persönliche Hölle, 15min jeweils musste ich auf meiner Route da durch. Malls und Geschäftsstraßen, die einfach stressig sind und zumindest mich mit dem irrsinnigen Überangebot nur erschlagen.

Aber der Australier macht das anscheinend gerne. Auch im beschaulichen Bondi laufen viiiiele Leute mit hübschen Einkaufstüten rum, scheint ein Sport zu sein.

Nun, das war mir viel zu viel, ich will Natur.


Zurück war es höchste Zeit für das Mittag-/Abendessen und ich probierte portugiesisches Hähnchen (aufgeklappt, mariniert in Zitronensaft und Oregano, beidseitig gegrillt) mit Kartoffelsalat und griechischem Salat. Lecker, reicht aber (für 14,50€) reichlich für ein zweites Essen.

Hier fliegen viele grüne Sittiche frei rum. Nett.


Mittwoch morgens war ich völlig gerädert. Die Matratze ist entsetzlich weich, mein Rücken fühlt sich an, als würde er brechen. Sie haben nur so weiche, Zimmertausch ist nicht möglich bzw. sinnvoll. Ich bekomme zusätzliche Decken, damit ich probieren kann, ob es auf dem Boden besser ist. Habe ich schon erwähnt, dass ich Balu vermisse?!

Es ist nachts extrem schwül, um 2:00 habe ich gelernt, wie das Touchpad der Klimaanlage funktioniert, ging nicht ohne.

Nach dieser Nacht erscheint mir Neuseeland noch attraktiver.

Eigentlich habe ich bekommen, was ich von Australien wollte (sobald ich in der Oper war und mal Fähre im Hafen gefahren bin), mehr als Sydney interessiert mich gar nicht so sehr.


Ich fuhr nach einer kleinen Waschmaschine Richtung Watson Bay, stieg früh aus und lief einen Küstenweg entlang, auf dem potenziellen Selbstmördern immer wieder Hilfe angeboten wurde. Die Klippen erinnerten mich sehr an Irland und schrägerweise bekam ich Sehnsucht.

Heiß war es, steil und meine Füße...

Ich fuhr zurück zum Bondi Beach, futterte etwas bei McDonalds (🤷‍♀️Heißhungerattacke), lief am Strand und dann zog es mich wieder ins Iceberg. Heute war richtig Wellengang, so hoch, dass über der Bucht beständig ein Helikopter kreiste, um Surfer zu retten im Bedarfsfall und so doll, dass im Pool Bewegung war, die Wellen fluteten das Becken richtiggehend; als ich am äußersten Rand etwas auftauchte kam gleich eine Bademeisterin, ich solle da weg, die Wellen würden mich sonst ins Meer spülen. Die Gischt spritzte bestimmt 3m hoch, es war großartig.

Im Wasser lernte ich Nina aus Melbourne kennen, die gerade Urlaub hat und Freunde besucht. Ihrer Meinung nach ist die Küstenstraße wenig aufregend (hörte ich nun das zweite Mal). Melbourne hat ein ganz anderes Klima, kühler, und ist eher ruhig und gemütlich und unspektakulär. Hm.

Ich starrte noch eine Stunde auf die wundervolle Szenerie, dann fuhr ich mit dem Bus zurück, holte mir noch ein paar Austern, Garnelen und Oktopus (alles nicht gut) für einen Abendsnack und setzte mich dann mit meinem iPad als Reader auf die Terrasse in den Schatten. Die Sonne hat es hier in sich! Obwohl ich den Schatten gesucht habe den ganzen Tag bin ich knallrot. O la la!

Tja, vielleicht buche ich heute den Flug nach Neuseeland für Samstag. Mietwagen habe ich letzte Nacht schon gegoogelt für drei Wochen. Hmmmmm🤔

 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 13. März 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juli 2025

Auf die imaginäre Liste meiner schönsten Erlebnisse kommen die 1.000m im Schwimmbecken des Iceberg Bondi ganz sicher unter die Top 10.

Aber von vorne. Im Flieger war der Platz neben mir erfreulicherweise frei, aber ich war angespannter als beim ersten Flug. Immerhin war ich so erschöpft, dass ich tatsächlich immer mal kurz eingeschlafen bin. Um halb fünf habe ich mich aber durch den dunklen Flieger geschlichen, einen Kaffee abgestaubt und aus dem Fenster gestarrt. Schräg war übrigens, dass nach dem Abflug gegen 1:00 in der Nacht Abendessen serviert wurde. Der Anflug auf Sydney 150Km vor der Stadt mit drei Ehrenrunden ohne Erklärung der Crew war nicht hilfreich für meinen Versuch, die Angst zu ignorieren.

Egal, ich bin heil gelandet und habe gegen 12:30 australischen Boden betreten. Ich bin in Australien!!!! Ich!


Flugs in ein Taxi und zum kleinen Hotel in Bondi. Superschön, wenngleich das Zimmer ein Gemeinschaftsbad hat und keinen Ausblick. Aber für 108€ war das ein Schnäppchen.

Schnell Badeanzug und Schwimmbrille eingepackt und die Bondi Street immer abwärts gelaufen. Auf dem doch 1,7 Kilometer langen Weg habe ich kurz in verschiedene Geschäfte geguckt, um einen ersten Eindruck vom Leben hier zu bekommen.

Wenn das Essen so gut schmeckt, wie es aussieht, wird das eine leckere Woche.

Dienstleister sind außerordentlich beflissen.

Supermärkte sind sehr gut sortiert.

Zumindest in Bondi gibt es ein Café neben dem anderen.

Drogerien, wie bei uns dm oder Rossmann, gibt es (wie in sehr vielen Ländern) auch hier nicht, das übernehmen anscheinend auch die Pharmazien.

Und dann um eine kleine Kurve und da war er, der Pazifik! Und der Bondi Icebergs Swimmingclub. Eine Mischung aus öffentlichem Bad und Club.

Für mich ein Sehnsuchtsort; vielleicht muss man passionierte Wasserratte sein, um das nachvollziehen zu können.

Erst mal habe ich mich auf eine Bank gesetzt und am Panorama sattgesehen und die Vorfreude noch bis zur Neige ausgekostet, dann bin ich rein. Gut 2,5h, nachdem ich den Kontinent betreten habe, das spricht wohl für sich 😁

Ich bin meine Strecke auf der äußersten Bahn geschwommen, die Gischt der sich an den Felsen brechenden Wellen spritzt teilweise bis weit ins Becken, das mit Meerwasser gefüllt ist. Gewöhnungsbedürftig, weil man natürlich während des Schwimmens eine salzige Mundhöhle hat, aber fantastisch. So spektakulär schön bin ich noch nie geschwommen; noch schöner, als ich dachte. Das Becken ist in die Felsen gebaut. Da werde ich jetzt wohl eine Woche Stammgast.

Und danach musste ich mich wieder satt sehen.


In einer Pharmazie ließ ich 30€ für Blasenpflaster, das ist mittlerweile richtig schlimm.

Den Berg hoch wollte ich aus dem Grund den Bus nehmen. Also unauffällig in die Schlange gestellt und geguckt, was die anderen machen. Einige hatten Kreditkarten in der Hand, schau an. Im Bus war genau wie in Hongkong ein Display, da haben alle verschiedene Karten dran gehalten und es piepste. Also hab ich mein Handy mit aktiver Kreditkarte dran gehalten, es piepste und ich trabte weiter. Auf der Apple Watch (geliebte Wunder der Technik) erschien sofort die Meldung, dass meine Visa mit 0,62€ belastet wurde. So billig?! Prima.


Im Park am Ende der Straße wurden sehr glückliche Hunde bespaßt.


An der Bushaltestelle saßen zwei Mädchen in hellblau-weißen Schulkleidern mit dazu passenden Strohhüten. Ein Bild wie aus einem vergangenen Jahrhundert.


Dann habe ich kurz das Hotel erkundet und denke, das wars für heute. Noch ein bissel Fußnägel lackieren vielleicht, Reiseführer schmökern, gucken, wo ich ein Fahrrad auftreiben kann.


Nebenan im Haus übt jemand Klavier. Manche Passagen sind gruselig ungelenk, manche schon wunderschön.


Untermalt wird das vom exotisch-schönen Tirilieren eines Vogels, der bei uns ganz sicher nicht heimisch ist.


Kurz darauf hat ein Paar in der Nachbarschaft bei geöffnetem Fenster Sex.


Eigentlich will ich hier eine sehr entspannte Woche verbringen. Kleinigkeiten beobachten passt da gut.






 
 
 
  • Autorenbild: Charlotte Tina
    Charlotte Tina
  • 12. März 2023
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Juli 2025

Am Freitag, 10.3.23, habe ich am Nachmittag noch eine Stunde geschlafen, dann bin ich zu einem im Reiseführer gepriesenen Markt gelaufen. Keine Ahnung, weshalb er überhaupt erwähnt wurde.


Auf dem Weg allerdings sah ich allerlei interessante Dinge und machte nette Bekanntschaften. An einer Garküche stand alles nur in chinesischen Schriftzeichen, auch mündlich war keine Verständigung möglich. Kein Problem, man kann ja zeigen. Da sprach mich eine andere Kundin an, erklärte und empfahl die angebotenen Gerichte und bestellte schließlich für mich. Für 28HK$, etwa 3,50€, bekam ich vier sehr gute Dim Sums mit Garnelen und vier gefüllte Peperoni, die nur fettig waren und nach Nix schmeckten.


Es gibt immer Straßenabschnitte, die bestimmte Themen abdecken, beispielsweise Getrocknetes aus dem Meer. Dann läuft man an 10, 20 Läden vorbei, die exakt das gleiche Sortiment anbieten. Sehr seltsam. In einigen dieser Geschäfte wohnen Katzen. Ausgezeichnet.

Dann war meine Batterie alle. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist anstrengend, ich bin ziemlich viel gelaufen, mir war flau und ich war hundemüde. Also ins Hotel, auf dem Bett aus dem Fenster auf die fantastische Aussicht gestarrt und den Samstag grob geplant.


Der begann sehr früh, der Jetlag machte mir weiter den ganzen Tag zu schaffen. Ich ging um halb acht los, holte mir bei Starbucks einen Kaffee und bei einem Bäcker ein sehr fluffiges Hefebrötchen. Damit stieg ich in den Bus zum Fährhafen. Ich habe noch nie eine Stadt mit einem derart umfangreichen öffentlichen Verkehrsangebot erlebt. Die Taktung ist dicht, es gibt Busse, U-Bahn, Straßenbahn, Fähren, Taxis, Mini-Busse und das alles in erstaunlicher Menge. Alle paar Meter kann man irgendwo einsteigen und es ist billig, eine Busfahrt, egal wie weit, 0,80€. Beim Bus zahlt man beim Ein-, bei der Tram beim Aussteigen.


Mit der Fähre ging es nach Kowloon, dort spazierte ich einfach immer am Wasser entlang, futterte ein köstliches, ganz frisches Onigiri mit gegrilltem Lachsbauch (ca. 2,40€), bei dem das Nori-Blatt clever extra verpackt war, damit es nicht pappig wird. An der Promenade liegt ein Einkaufszentrum mit den ganzen absurd teuren Marken. Auch die Avenue of Stars ist hier, das Pendant zu Hollywood, nur sind die Handabdrücke im Geländer der Promenade eingelassen und es wurden nur asiatische SchauspielerInnen geehrt.

Viele Leute gehen morgens laufen oder machen Tai Chi. Auf dem Rückweg war es deutlich voller und ich habe ganz bestimmt noch nie (!) so viele Menschen gesehen, die Selfies machen in den unglaublichsten Posen oder andere extrem gestellt fotografieren.

Das entspannte Lebensgefühl ist super angenehm. Was für mich schwer anzunehmen ist, sind die Hochhäuser. Es gibt nichts anderes. Das macht es nicht schöner. Baustellen, davon hatte ich schon gelesen, es aber noch nicht gesehen, werden mit dickem Bambus eingerüstet. Leichter und flexibler.

Ich nahm die Fähre zurück (dabei naschte ich Klebreisbällchen auf süßer rote Bohnen-Paste auf Sahne, lecker!), einen Bus ans östliche Ende der Stadt, lief ein gutes Stück nach Westen und stieg schließlich in eine Tram, die mich in über einer Stunde ans westliche Ende brachte. Sightseeingtour für 3HK$, etwa 0,80€ pro Verkehrsmittel.

Im Käfig des Motorradfahrers auf dem Tank waren übrigens Vögel.

Mittlerweile hatten meine zarten Füße wieder massig große Blasen, irgendwo bekam ich endlich Pflaster dafür, ging ins Hotel und schlief ein. Einfach so weg. Völlig platt. Abends bin ich noch raus, ich wollte eine Suppe essen. Zwei Geldautomaten wollten mir auf beide Kreditkarten nichts geben, bei der dritten Bank endlich klappte es. Ich war schon etwas nervös.

Eine kleine Küche verströmte leckere Düfte, dort zeigte ich auf ein Bild und bekam eine ordentliche Peking-Suppe für 18HK$.

Sonntag, Tag der Weitererreise nach Sydney, allerdings erst um 23:55. Wieder so ein langer Flug, 9h05. Mir ist schon wieder mulmig und ich hoffe, die Tablette hilft wieder so gut. Allerdings kann ich noch atmen ohne Betonklotz auf der Brust, ein großer Fortschritt!

Für Australien habe ich schon mal eine eSim gekauft, damit ich bei der Landung gleich online bin. Brave new world!


Eigentlich habe ich in Hongkong getan, was mir wichtig war: ich war auf dem Peak, bin Fähre gefahren und.... war heute im Fu Kee Seafood Restaurant essen.


Ich deponierte mein Gepäck im Hotel und nahm die Fähre nach Lamma Island. Dort ist das so gelobte Seafood Restaurant, das probierte ich aus.

Zuallererst aber Kaffee bei Starbucks, lustiges Brötchen nebenan, Octopus Karte aufladen.

Dann an einen der Hotel-PCs, zurück gebeamt zu den Anfängen des Internets. Der Aufbau einer Seite hat bis zu 2min gedauert. Nun ist jedenfalls die Seite Message in a bottle mit der Möglichkeit der Anmeldung zum Newsletter auch auf dem Handy wieder nutzbar.


Ich habe mich richtig gefreut, als ich auf die Straße trat, die Atmosphäre hier gefällt mir sehr, zumindest, wenn es nicht so rasend voll ist.

Am Fähranleger war ordentlich Betrieb, es tummelten sich Familien, Freundesgruppen, philippinische Hausangestellte die am Sonntag einen Ausflug machten.


Die Fahrt dauerte 40min. Die erhofften Wale oder Delphine sah ich nicht, es war auch ziemlich diesig. Aus einem Automaten zog ich mit der Octopus Karte einen Zitronentee.

Angekommen, ging ich gleich zum Restaurant (da reihen sich etwa sechs oder sieben nahtlos aneinander), weil klar war, dass die ganzen Ausflügler bei ihrer Rückkehr dort einfallen würden. War auch alles reserviert. Der nette Mann, der mich bediente, entsprach meinem Wunsch, am Wasser zu sitzen und stand dann mit mir an den Becken und wir besprachen Zubereitung und Preise. Ich wählte eine riesige Jakobsmuschel, eine andere sehr große Muschel, die ich noch nicht kannte, und einen Hummer; das alles gedämpft mit Knoblauch und Butter. 280, 80 und 60 HK$.

War nicht wirklich überzeugend. Völlig ungesalzen, die Muscheln etwas zu lange gegart, das Hummerfleisch lecker, aber Salz fehlte sehr und das war der kleinste jemals gefangene Krabbler; und dann noch ohne Scheren.

Anschließend spazierte ich los und war nach 20min wieder schweißgebadet. Das war mir zu anstrengend und der Wanderweg war auch beidseitig ungepflegt und zugemüllt; wie schade. Theoretisch eine traumhaft schöne Insel. Wirklich schade.

Mit der Fähre ging es also früher als gedacht zurück und dann hatte ich noch endlos viel Zeit.

Ich fuhr kreuz und quer Bus, trank völlig überteuerten Kaffee (5-6€, das ist hier für mein Empfinden unverhältnismäßig), besorgte noch Tiger Balsam für meinen Muskelkater. Die Stadt war unfassbar belebt, die Massen schoben sich durch die Straßen, die Trams waren zum Bersten voll. Also, wer nach Hongkong will, sollte den Sonntag vielleicht meiden, wenn er nicht auf so etwas steht.

Im Hotel holte ich meinen Trolley und fuhr viel zu früh zum Flughafen, konnte ja sonst nirgends hin.

Viel billiger (40HK$ plus 20 retour) ist übrigens der Flughafen-Bus. In meinem Fall der A12 (immer A vorweg), der fast direkt vor meinem Hotel abfuhr. Zweiter Vorteil: man sieht mehr.

Ich lernte, wie man sich selbst eine Bordkarte ausdruckt und ein Gepäcketikett. Das Waschbecken im Erfrischungsraum fand ich gut: sensorgesteuert nebeneinander Seife, Wasser, Luft.

Dann kaufte ich mir etwas, von dem ich dachte, es sei Bibimbap. Fast. Den fetten Schweinebauch bekam ich nicht runter, etwas Reis und Gemüse und dann war Schluss, da war sie wieder, die Angst.

Nun muss ich noch 5h rum-, tapfer und bedröhnt 7.400Km hinter mich bringen und dann bin ich in Sydney. Verrückt! Und am Freitag gehe ich dort in die Oper, habe schon ein Ticket gekauft. Yeeeeha!


Hongkong ist auf jeden Fall einen Abstecher wert. Es ist anstrengend und entspannt zugleich, hat sehr schöne und hässliche Ecken, viele interessante Gerüche, viel anzuschauen, bemerkenswert viele nette, unkomplizierte, unaufgeregte, hilfsbereite und offene Menschen, schöne Grünflächen, tolle Blicke aufs Wasser. Viele (auch sehr teure) Einkaufsmöglichkeiten (die mich allerdings nicht interessiert haben). Ein bisschen so stelle ich mir New York vor.

Was ich gern mitnehmen möchte, ist der Umgang mit dem eigenen Körper, den ich beobachtet habe. Die Leute bewegen sich ganz anders, lockerer, geschmeidiger. Sie schütteln zwischendurch, egal wo, ihre Gliedmaßen aus (und weil das normal ist, guckt auch keiner doof), sehr alte Leute gehen ungeachtet ihrer offensichtlichen Malaisen auch mit Krücken wandern, aktiv zu sein ist hier selbstverständliche und erstrebenswerte Lebenseinstellung, scheint mir.










 
 
 
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